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Klingende Altstadt in Kempen zum Stadtjubiläum

Stadtjubiläum : Kempens Altstadt wird zur Musikmeile

Zum 725-jährigen Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte lädt Kempen zu einem Wochenende voller Musik ein. Die gesamte Innenstadt soll erklingen. 600 Mitwirkende wollen auf zwölf Bühnen singen und musizieren.

Zur 700-Jahr-Feier hatte sich die Stadt Kempen sehr viel Schauspiel in den Straßen der Altstadt geschenkt. Nun feiern die Kempener mit einer „Klingenden Altstadt“ das 725-jährige Stadtjubiläum. Am Samstag, 14. September, und am Sonntag, 15. September, wird sich die Stadt in ein buntes Musikfest verwandeln. Das Besondere dabei ist, dass der größte Teil der Musiker und Sängerinnen aus Kempen kommt. Es ist aber auch im Rahmen der Städtepartnerschaft ein französisches Ensemble dabei. Bei der Vorstellung des Programms war es Bürgermeister Volker Rübo anzumerken, dass er sehr stolz auf seine musikalische Bevölkerung ist.

Auf insgesamt zwölf Bühnen wird gesungen und musiziert. Außerdem gibt es insgesamt vier „Walking Acts“, also Musikgruppen, die quer durch die Stadt laufen und an verschiedenen Stellen auftreten. Geplant waren ursprünglich etwa 450 Akteure, inzwischen ist ihre Zahl auf rund 600 angewachsen. Die Bühnen befinden sich auf dem Buttermarkt, am Kuhtor, an der Mühle, auf der Ellenstraße, der Peterstraße, Judenstraße, in der Propstei- und der Paterskirche, auf der Burgwiese, am Burggraben, an der Bahnhofsunterführung und im „Haus der Familien – Campus“ am Spülwall. Damit wird dies die größte „Klingende Altstadt“, die es bisher in Kempen gegeben hat. Schon die letzte Veranstaltung mit diesem Namen im Jahr 2006 war ein voller Erfolg, aber die Neu-Auflage zum Stadtjubiläum verspricht wirklich Superlative.

Musikalisch bietet das Fest für jeden Musikgeschmack etwas. Das Ganze beginnt am Samstag um 17 Uhr und wird am Sonntag ab 13 Uhr fortgesetzt. An beiden Tagen geht’s bis in die Abendstunden. Das Programm reicht von Blasmusik mit dem Musikverein St. Hubert über Samba oder Soul und Funk. Es gibt jede Menge, Blues, Rock und Pop-Musik. Oldies zum Beispiel mit der Original Kempener Showband. Oder es treten Singer-Song-Writer auf. Mit Klezmer von Klezmobil und Scherele ist auch traditionelle jüdische Musik zu hören.

Der Gesang kommt auch nicht zu kurz. Der Kempener Arnold-Chor ist mit dabei, ebenso Da Capo aus St. Hubert und Libra-Voce. Ein Leckerbissen wird sicherlich schwedische Chormusik mit der Evangelischen Kantorei. Kinder können in der Paterskirche bei einer Orgelführung die Welt des Kircheninstruments erkunden. Das Haus der Familien Campus wird zum Schauplatz des Jazz. Die Kempenerin Sonja Kandels wird hier unter anderem mit Afro-Jazz auftreten. Die Bahnhof-Arena ist bewusst der etwas lautstärkeren Musik vorbehalten. Kempen Big-Band, Musik aus Filmen bis hin zu Heavy Metal finden hier ihren Platz. Das Finale des ganzen Wochenendes bildet ein Orgelkonzert mit Christian Gössel in der Propsteikirche mit Improvisation zum Stummfilm „Faust“ von Friedrich Wilhem Murnau.

Auch die Kinder bekommen ihr eigenes Programm. Die Burgwiese verwandelt sich in eine bunte Spielwiese. Hier treten mit der Katholischen Grundschule an der Wiesenstraße, der Grundschule St. Hubert und der Kindertagesstätte Pusteblume Kinder für ihre Altersgenossen auf. Besonderes Highlight wird wohl die Kölner Band „Pemele“ sein, die Rockmusik für und mit Kindern macht. Außerdem gibt es jede Menge Spielaktionen zum Toben und Bewegen. Und wenn man schon einmal an der Burg ist, kann man auch den Aufstieg auf den Burgturm, verbunden mit einer Stadtführung wagen.

Den Auftakt des Wochenendes macht am Samstag ab 17 Uhr ein Abend auf dem Buttermarkt. Nach der Eröffnung durch den Bürgermeister beginnt das Programm, gesponsert durch die Stadtwerke. Auftreten werden neben dem Comedian René Steinberger der Kempener Komponist und Musiker Tom Marquardt sowie „Passepartout“ und Cosmo Klein mit Band. Den Abschluss macht eine bis etwa 23 Uhr dauernde Feuershow.

Vor dem Kulturforum Franziskanerkloster in Kempen stellten die Organisatoren Plakate und Programm zur „Klingenden Altstadt vor. Foto: Wolfgang Kaiser

Bereits am Donnerstag vor dem Fest werden die Bühnen an den verschiedenen Spielorten vom städtischen Baubetriebshof aufgebaut. Es sei gar nicht so leicht gewesen, so viele kleine und große Bühnen sowie die ganze Technik zu organisieren, sagte der Bürgermeister.