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Kita-Mordfall: Kommentar zu Kita

Kommentar : Transparenz und Offenheit

Die Öffentlichkeitsarbeit im Falle der unter Mordverdacht stehenden Erzieherin Sandra M. ist ein Lehrstück dafür, wie man es besser nicht machen sollte. Die Stadt Kempen dementierte zunächst Meldungen, nach der die Erzieherin einen Jungen in einer Kempener Kita misshandelt haben soll.

Mittlerweile weiß man, dass diese Meldung richtig war. Anstatt von Anfang an mit offenen Karten zu spielen und nicht mit einem Dementi um die Ecke zu kommen, hätte die Stadt offen und ehrlich sagen sollen, was Sache ist. Der Einwand des Bürgermeisters, die Stadt sei von der Staatsanwaltschaft darum gebeten worden, Stillschweigen zu bewahren, zählt nicht. Im Zusammenhang mit Tatsachen von Gerüchten zu sprechen – wie geschehen, das geht gar nicht. Die Verunsicherung der Bürger wird durch ein solches Vorgehen nur verstärkt, Gerüchte in den Sozialen Netzwerken werden befeuert. Transparenz und Offenheit von Anfang an ist das, was der Bürger von seinem Bürgermeister erwartet.