Kindertrödelmarkt des Kinderschutzbundes Kempen

Kindertrödelmarkt : Ein Paradies für Kinderwünsche

Mit Plastikplanen trotzten die kleinen Händler beim Kindertrödelmarkt des Kinderschutzbundes dem Regenwetter. Der Lions-Club hat wieder für einen Riesensandkasten neben der Propsteikirche gesorgt.

Tapfer trotzten Kinder und erwachsene Käufer am Samstag dem Regen beim Kindertrödelmarkt des Kinderschutzbundes auf dem Buttermarkt. Die meisten hatten sich so wie Hanna (11 Jahre) und ihr Vater mit Plastikplanen schon auf den kommenden Regen vorbereitet. Bei Hanna gab es jede Menge zu finden. Sie hat mit ihrer Kindheit aufgeräumt. Spiele, bunte Hello-Kitti-Tassen, Kindergeschirr – alles kam auf den Stand. Und sie war sehr zufrieden mit dem Erfolg. Das Geld will sie erst einmal sparen. Denn ihr Handy ist kaputt gegangen, und das Neue wird wohl einiges kosten, wie ihr Vater schmunzelnd sagt.

Auch Anna (15) war schon früh auf dem Markt. Bereits um sechs Uhr ist sie aufgestanden, um einen der begehrten Plätze unter den schützenden Arkaden des Rathauses zu ergattern. Bei ihr gibt es jede Menge Spiele für den Computer, CDs mit Kinderliedern und viele kleine Spieltiere. Auch sie will das Geld erst einmal sparen. Ganz stolz ist der fast zwei Jahre alte Janick. Der kleine Mann hat auf dem Trödelmarkt nicht nur einen praktischen Wagen gefunden, sondern auch ein richtiges Piratenboot. Das wird dann zu Hause im Planschbecken sofort zu Wasser gelassen. Überhaupt war der Kindertrödelmarkt ein wahres Paradies für Kinderwünsche. Es gab jede Menge Spiele und Stofftiere, aber auch Kleidung für den Nachwuchs, der besonders Mütter interessierte. Am Stand des Kinderschutzbundes stöberte gerade Janice Hüls bei den Mädchenkleidern. Tochter Celeste (5) war natürlich auch neugierig, was es da an schönen Kleidchen gab. Bei drei Kindern, das jüngste gerade noch im Säuglingsalter, ist man natürlich froh, sich beim Kindertrödelmarkt eindecken zu können, so ihre Mutter. Simone Jablonski suchte ebenfalls an einem anderen Stand nach Kinderbekleidung. Sie war extra mit ihrer Mutter aus Neukirchen-Vluyn nach Kempen gekommen. Der Nachwuchs wird in wenigen Wochen kommen. Also haben die beiden als erstes einen Bollerwagen erstanden. Der ist zwar mit vielen Stickern behaftet, aber Mutter Jablonski wusste direkt das beste Mittel dagegen. Viel Spülmittel und Wasser, war ihr Tipp. Ihre Tochter ergänzte das: „Der wird sowieso in pink gestrichen”, gab sie schon einmal das Geschlecht des Kindes bekannt. Im Bollerwagen lagen also viele Kindersachen in rosa oder lila, aber auch jede Menge Kleinkinderspielzeug. Das war für beide ein gelungener Einkauf auf dem Kindertrödelmarkt.

Es gab aber auch so viel zu finden. Ein schönes Schaukelpferd aus Holz wurde da ausgesprochen günstig angeboten. Ein Ruhekissen gab es samt Teddybär. Zu den Stofftieren fiel Margret Terhoeven, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, direkt noch eine schöne Geschichte ein. Denn der Trödelmarkt hat immer einen Besucher samt Hund. Der Hund darf sich dann ein Stofftier aussuchen und trägt dies stolz nach Hause.

Gleich um die Ecke auf dem Kirchplatz bekommen die Kempener Kinder ein Geschenk für den Sommer. Denn wieder einmal hat es der Lions-Club geschafft, mit Hilfe vieler Sponsoren einen großen Sandkasten auf dem Platz zu errichten. Tischlermeister Markus Stosiek hat die vom Baumarkt Obi gespendeten Holzteile zusammengebaut. Von der Firma Self kommen drei schützende Sonnenschirme, Hammelmann hat zwei Lastwagen Sand dazu beigesteuert. Von der Firma Vennikel und Partner gab es noch mehr Liegestühle als im vergangenen Jahr dazu. Eine rundherum gelungene Kombination, die schon während der eröffnenden Worte von Bürgermeister Volker Rübo, Propst  Thomas Eicker und Elke Keppner vom Kinderschutzbund von den Kindern direkt angenommen wurde.

Wer kauft die Kempener Burg? Der Kindertrödelmarkt auf dem Buttermarkt war stark frequentiert. Und Ritterburgen finden Kinder immer interessant. Foto: JA/Lübke, Kurt (kul)

Den dringenden Appell von Keppner gab es auch, dass die vom Lions-Club zur Verfügung gestellten Sandspielzeuge doch bitte dort auch bleiben. Eine Schild am Sandkasten weist auch darauf hin, dass Hundebesitzer doch bitte ihre Tiere daran hindern sollen, ihr Geschäft dort zu hinterlassen. Großen Dank gab es auch an die Solidarität der Anwohner, die jedes Jahr die Aktion unterstützen, indem sie an heißen Tagen auch schon einmal einen Eimer Wasser zum Matschen vorbei bringen.

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