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Kempens Bürgermeister Volker Rübo wird 60 Jahre alt

Volker Rübo wird 60 Jahre alt : Bürgermeister mit großem Familiensinn

Kempens Stadtoberhaupt Volker Rübo wird am Freitag 60 Jahre alt. Seinen runden Geburtstag feiert er im Familienkreis. Seit 2009 ist der CDU-Mann Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl 2020 tritt er nicht mehr an.

Als er im Oktober 1996 von der Kreisverwaltung Viersen als Erster Beigeordneter zur Stadt Kempen wechselte, galt der damals 37 Jahre alte Verwaltungsbeamte als Hoffnungsträger im Kempener Rathaus. Der aus Kleve stammende Jurist wohnte zu diesem Zeitpunkt bereits seit drei Jahren mit seiner Ehefrau und den beiden Töchtern in Kempen. Als Erster Beigeordneter folgte er damals auf Peter Landmann, der als Leitender Ministerialrat in die Düsseldorfer Landesregierung gewechselt war. Nach der Kommunalwahl 2009 folgte Rübo, der der CDU angehört, dann Karl Hensel als Bürgermeister. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 wurde Rübo im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Seine Amtszeit läuft im Herbst 2020 aus. Denn Rübo hat bereits erklärt, dass er sich nicht noch einmal zur Wahl stellen will. An diesem Freitag wird er 60 Jahre alt. Den Geburtstag feiert er im Kreise seiner Familie.

Volker Rübo hat in den nun fast 23 Jahren, in denen er in der Verwaltungsspitze der Stadt Kempen tätig ist, zweifellos vielfältige Akzente gesetzt. Kempen hat lange Zeit darunter gelitten, nicht mehr Kreisstadt zu sein, den Kreissitz hatte man in den 1970er-Jahren an Viersen verloren. Den Stadtumbau hat Rübo mit begleitet. Wichtige Bauvorhaben wurden unter Rübos Verantwortung fortgeführt oder neu auf den Weg gebracht. Kempen hat sich zu einer Stadt entwickelt, in der es sich gut leben lässt. Die Infrastruktur ist gut, die Lebensqualität hoch, das Freizeitangebot mit Kultur oder Sport ist teilweise sehr gut. Das ist auch ein Verdienst von Volker Rübo.

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Allerdings haben ihn gesundheitliche Probleme bereits zu Beginn seiner Amtszeit als Bürgermeister zurückgeworfen. Er hatte ganz offensichtlich Probleme, seine Aufgaben als Chef der Stadtverwaltung und die repräsentativen Aufgaben des Bürgermeisters für sich sinnvoll unter einen Hut zu bekommen.

Rübo ist ein Mensch, der stets um einen Ausgleich bemüht ist. Er sucht den Kompromiss, möchte, dass seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung oder die Bürger zufrieden sind. Als großer Gestalter, als „Macher“ ist Rübo während seiner Zeit als Bürgermeister nicht gerade in Erscheinung getreten. Das wurde dem CDU-Mann vom politischen Gegner des Öfteren vorgehalten. Auf Kritik reagiert er zuweilen dünnhäutig. Die öffentliche Kritik von Kempener Bürgern etwa an der zögerlichen Haltung der Stadt in Sachen Burgübernahme im Frühjahr 2018, allen voran die deutlichen Aussagen seines Amtsvorgängers Karl Hensel, hat ihn persönlich sehr getroffen. Er musste daraufhin eine erneute Auszeit nehmen.

Damals ist wohl der Entschluss gereift, bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr für das Spitzenamt im Kempener Rathaus zu kandidieren. Mittlerweile hat Rübo dies auch öffentlich erklärt. Bis zu seinem Ausscheiden will er sich aber mit aller Kraft für die weitere Entwicklung der Stadt Kempen einsetzen. Wohnen in Kempen ist ein wichtiges Thema, das er auf der Agenda hat. Das Neubaugebiet im Kempener Westen muss planerisch vorangebracht werden. Die Sanierung der Schulen ist ebenfalls ein Vorhaben, das Rübo zur Chefsache erklärt hat. Zudem müssen ausreichend Betreuungsplätze für Kinder in Tagesstätten oder in der Tagespflege geschaffen werden. Die Modernisierung der Sportstätten muss endlich vorangebracht werden. Die künftige Nutzung der Kempener Burg, die im Laufe des Jahres 2021 vom Kreis an die Stadt fällt, muss diskutiert und entschieden werden. Nicht zuletzt ist Rübo als Bürgermeister auch Vorsitzender der Hospital-Stiftung. Hier steht der Neubau eines Altenheims ganz oben auf der Agenda.

Rückhalt in stressigen Zeiten gibt Rübo seine Familie. Seine Mutter lebt hochbetagt in Kleve. Dort war sein verstorbener Vater einst städtischer Beigeordneter.