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Kempener Weihnachtsmarkt: CDU macht Dellmans verantwortlich

Kempen : Weihnachtsmarkt: CDU macht Dellmans verantwortlich

Die CDU-Stadtratsfraktion macht Stadtsprecher Christoph Dellmans dafür verantwortlich, dass es in Sachen Ausweitung des Kempener Weihnachtsmarktes bislang zu keiner einvernehmlichen Lösung zwischen Werbering und Marktbeschickern über die Nutzung des Buttermarktes während der Adventszeit gekommen ist.

Wie berichtet, hatte der zuständige Ordnungsausschuss mit deutlicher Mehrheit den Antrag des Werberings, ab 2021 den Buttermarkt während der gesamten Adventszeit für den Weihnachtsmarkt nutzen zu können, abgelehnt und an den Arbeitskreis „Runder Tisch für Stadtmarketing und Tourismus“ zurücküberwiesen. Der Werbering hat seinerseits diese Entscheidung kritisiert. Man war nach einem Gespräch mit den Ratsfraktionen davon ausgegangen, dass die Politik den Plan, den Weihnachtsmarkt attraktiver zu gestalten und dazu eine Hütte auf dem Buttermarkt aufzubauen, unterstützt. Eine Einigung zwischen Werbering und Marktbeschickern, die für die Adventszeit auf einen anderen Standort – eventuell auf den Burgparkplatz – ausweichen müssten, ist bisher nicht zustande gekommen.

Vorwurf der CDU an Dellmans: Als fürs Stadtmarketing zuständiger Stadtmitarbeiter hätte er die Angelegenheit besser moderieren müssen. „Der Stadtverwaltung ist es bisher nicht gelungen, die Interessen der Marktbeschicker und des Werberings zu kanalisieren und in einem für beide Parteien tragbaren Kompromiss zusammenzuführen“, so CDU-Fraktionschef Jochen Herbst. Hierfür sei die Politik nicht verantwortlich; und deshalb sei „die geäußerte Pauschalkritik des Werberings gegenüber den Fraktionen im Stadtrat unbegründet“. Die Vorgaben der Politik seien nicht umgesetzt worden.

Christoph Dellmans, der als unabhängiger Bewerber um das Bürgermeisteramt bei den Kommunalwahlen kandidiert und von SPD, Grünen und Linken unterstützt wird, weist die Kritik der CDU zurück. Auch der Werbering sieht in ihm nicht den Schuldigen. Der Werbering hatte versucht, mit den Marktbeschickern ins Gespräch zu kommen. Die hatten das Angebot zum Dialog allerdings abgelehnt, wollten die Entscheidung der Politik abwarten.