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Stadt Kempen: Kempener Schüler reisen ins Reich der Mitte

Stadt Kempen : Kempener Schüler reisen ins Reich der Mitte

Am Montag starten Gymnasiasten des Thomaeums nach China. Dort wird zum zweiten Mal die Partnerschule in Hangzhou besucht.

Die Aufregung bei den 18 Kempener Schülern ist verständlicherweise groß. Die Koffer sind weitgehend gepackt, die Reisevorbereitungen abgeschlossen. Morgen starten sie eine Reise in ein für sie fremdes Land. Zum zweiten Mal nach 2011 werden Schüler des Kempener Thomaeums ihre Partnerschule in Hangzhou besuchen. Zuletzt waren im Februar dieses Jahres chinesische Schüler der Wenlan High School in Hangzhou im Rahmen der Schulpartnerschaft zum Austausch in Kempen. Nun folgt der Gegenbesuch.

Zunächst schauen sich die Schüler drei Tage lang die chinesische Hauptstadt Peking an. Dann reisen sie Mitte kommender Woche weiter mit dem Zug nach Hangzhou zu der Partnerschule Wenlan High School. Dort verbringen sie eine Woche. Zum Abschluss werden die Schüler dann drei Tage Shanghai besichtigen.

In Peking stehen alle touristischen Highlights auf dem Programm. Von der verbotenen Stadt und der Großen Mauer bis hin zu den Ming-Gräbern und dem Olympischen Dorf ist alles dabei. Aber auch das historische Peking mit seinen Hutongs darf nicht fehlen.

Anschließend stehen sieben Tage Hangzhoe auf dem Programm. "Die etwa 200 Kilometer von Shanghai entfernte Stadt ist mit ihren mehr als sechs Millionen Einwohnern im Vergleich zu deutschen Verhältnissen auch schon eine riesige Metropole", erklärt Marco Spallek. Der Lehrer des Thomaeums wird gemeinsam mit Schulleiter Edmund Kaum die Gymnasiasten — es handelt sich um 16 Schülerinnen und zwei Schüler — begleiten. Da es sich bei der Wenlan High School um ein Internat handelt, wohnen die Kempener unter der Woche dort und leben nur am Wochenende in Gastfamilien. Dort haben sie dann die Möglichkeit, den typisch chinesischen Alltag kennen zu lernen. In der Woche sind neben der Teilnahme am Unterricht auch diverse lokale Ausflüge geplant.

Nach dem Aufenthalt in der Partnerschule in Hangzhou reisen die Schüler zum Abschluss für drei Tage nach Shanghai. Dort werden sie nicht nur die Altstadt erkunden, sondern auch eine Schifffahrt auf dem Yangtze Fluss unternehmen.

"Das Programm ist eine gute Mischung. Es sind viele typische touristische Unternehmungen dabei, aber auch der eigentliche Austausch kommt nicht zu kurz", sagt Lehrer Marco Spallek. "Auch in diesem Jahr sind die Mädchen wieder in der Überzahl. Bei ihnen scheint es eine besondere Affinität zum Land und zur Sprache zu geben", meint Spallek lachend.

In mehreren Vorbereitungstreffen konnten sich die Schüler bereits auf den Austausch einstimmen. Außerdem belegen alle Teilnehmer das Fach "Chinesische Sprache und Kulter" — ein Wahlfach, das die Schüler in der Jahrgangsstufe acht und neun wählen können. Unter der Leitung von Lehrerin und Sinologin Isabelle Höke-Purrmann konnten die Schüler dort bereits erste Erfahrungen im Umgang mit dem Land sammeln und sich außerdem ein gewisses Grundvokabular aneignen. Obwohl bei allen Kursteilnehmern ein großes Interesse herrscht, war bei den bisherigen beiden Reisen die Zahl der Anmeldungen zum Glück immer nur so groß, dass niemand abgewiesen werden musste.

Warum hat sich das Thomaeum ausgerechnet für so ein exotisches Austauschsziel wie China entschieden? Bei der Beantwortung dieser Frage ist die Rolle Chinas als aufstrebende Weltmacht von großer Bedeutung. "Wir hoffen, dass wir somit die späteren Berufsaussichten unserer Schüler verbessern können. Die chinesische Sprache in Grundlagen zu sprechen, ist in Zukunft sicherlich nicht von Nachteil", meint Lehrer Marco Spallek. Die bisherigen Erfahrung des Austauschs sind jedenfalls sehr positiv.

(RP)