Kempener Königshüttesee: Erneut Ärger mit illegalen Badegästen

Kempen : Königshüttesee: Erneut Ärger mit illegalen Badegästen

Wildschwimmer bevölkern das private Gelände des ehemaligen Baggersees.

Es geht wieder los: Der Königshüttesee zwischen Kempen und St. Hubert wird seit dem vergangenen Wochenende wieder von zahlreichen ungebetenen Gästen bevölkert. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern, weil die Behörden kaum eine geeignete Handhabe gegen die illegalen Schwimmer haben. Das Gelände der ehemaligen Auskiesung befindet sich in Privatbesitz, da sind den Ordnungsämtern von Stadt Kempen oder Kreis Viersen sowie der Polizei die Hände gebunden.

Im vergangenen Jahr gab es einige, mit dem Grundstücksbesitzer, der Firma Klösters, abgestimmte Kontrollaktionen. Die brachten aber nur Teilerfolge. Es gab auch Diskussionen im Kempener Stadtrat und diverse Vorschläge, wie dem Andrang von illegalen Badegästen, die insbesondere an heißen Tagen die Abkühlung im kleinen See des Areals suchen, Einhalt zu gebieten wäre. Eine Lösung ist indes nicht in Sicht.

Gerade das ärgert vor allem die Anwohner des Geländes an Scheifeshütte, Hülser Landstraße oder Bellstraße in St. Hubert. Sie wollen nicht, dass dieser illegale Zustand bleibt, vor allem wollen sie keine Müllberge, die die Badegäste regelmäßig hinterlassen. Frank Schreiber hat sich an die Stadt gewandt. Er meint, der Badebetrieb solle – ähnlich wie an der „Blauen Lagune“ in Wankum – legalisiert werden. Er meint, wenn dies geschähe, würde Konkurrenz zum Kempener Freibad Aqua Sol entstehen, die Stadt und Politik vermeiden möchten.

„Entweder man öffnet das Gelände für Besucher, indem man es als offizielles Freizeitgebiet inklusive Badegewässer ausweist, oder aber Klösters setzt das Hausrecht durch und hält die ungebetenen Gäste fern. Aber das scheint ja zu viel verlangt zu sein“, so Schreiber in seiner E-Mail an die Stadtverwaltung. „Diese massive Umweltverschmutzung, die dort seit Jahren stattfindet, kann man nicht ernsthaft länger akzeptieren wollen.“

(rei)