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Kempener Kinder feierten eine Riesen-Karnevalssause 2019

Im Kempener Zelt : Riesensause für Kempens kleine Narren

Im Festzelt war es am Montag proppenvoll. Auf die zahlreich erschienenen Kinder wartete ein buntes Programm. Man sah zahlreiche fantasievolle Kostüme. Auffallend waren die vielen Prinzessinnen.

Wenn Rosenmontag kein Karnevalszug durch Kempen zieht, dann gehört das große Festzelt den Kleinen. Schon draußen empfing die Gäste der Geruch von Popcorn und Zuckerwatte, drinnen warteten Hüpfburg, Delphin-Rodeo und mehr. Der Kempener Karnevalsvereins (KKV), die KG Weiß & Blau Kamperlings und die KG Narrenzunft hatten das Zelt, in dem am Samstagabend noch rund 2000 große Jecke gefeiert hatten, in ein buntes Kinderparadies mit vielen Spielen verwandelt.

Für ein schönes Bild sorgen die bunt kostümierten Kinder. Petra Cembrowski war im Auftrag des KKV in der Menge unterwegs und suchte die zehn schönsten Verkleidungen für die Kostümprämierung. Viele Prinzessinnen hatte sie gesichtet – und die verschiedensten Vertreter des Tierreichs. „Reh“ Lejla und „Frisch“ Lionel gehörten zu den Gewinnern. Schon von weitem leuchteten die selbst gebastelten Kostüme von Cedric, der als Disco-Kugel strahlte, und Melinda, die als Heißluft-Ballon einen Preis erhielt.

Gleich zu Beginn hatte Clown Tommy alias Thomas Härtel die Kinder mit einer Polonaise in Feierlaune gebracht. Vor dem bunten Treiben hatte er zunächst als Sicherheits-Experte des KKV noch die Windstärke vermessen. Bei Windstärke sieben hatte die Zeltplane am Vormittag ordentlich gewackelt – auch wenn das im erlaubten Rahmen war, war Härtel erleichtert, dass der Wind gegen Mittag aufgehört hatte. So konnte entspannt gefeiert werden.

Die Mini-Garde überzeugte mit schwungvollen Tänzen und sorgte für mächtig Stimmung im Festzelt. Foto: Wolfgang Kaiser

Und bei KKV-Spitze und Prinzenpaar, Peter II. und Brigitte I., war die Erleichterung groß, dass in diesem Jahr kein Rosenmontagszug auf dem Programm stand. Zu frisch sind noch die Erinnerungen an die Enttäuschung vor drei Jahren, als der Zug wegen eines angekündigten Sturmtiefs abgesagt werden musste. Diese Gedanken musste man sich in Kempen in diesem Jahr nicht machen. So hatte das uselige Wetter auch etwas Gutes. Denn die Zahl der Gäste war beim Kinderkarneval noch einmal höher als im vergangenen Jahr. Und wie bei den Festen der vergangenen Tage wurde am Rosenmontag friedlich und fröhlich gefeiert, freute sich KKV-Präsident Heinz Börsch.

Auf der Bühne kamen die kleinen Tänzerinnen und Tänzer der Kempener Garden ganz groß raus. Wie die kleine Mila, die gerade vier Jahre alt geworden ist und mit der Stadtgarde auf der Bühne stand. Sie tanzte mit der Mini-Garde unter anderem zu „Polka, Polka, Polka“ von Brings – ihr Lieblingslied. Da war die anfängliche Aufregung schnell vergessen. 33 Tänzerinnen gehören zurzeit zur Stadtgarde. „Die Jüngste ist vier und die Älteste 14. Das ist zurzeit eine richtig schöne Truppe“, erzählte Maike Knodt, Geschäftsführerin der Stadtgarde. Viel Zeit hatten die Tänzerinnen nicht, die vielen Spielmöglichkeiten im Festzelt auszuprobieren. Denn auf sie wartete schon der nächste Auftritt im Gemeindezentrum St. Josef, wo die KG Shadows zum Familienkarneval eingeladen hatte.

Für die Tänzer der KG Narrenzunft unter der Leitung von Judith van de Rydt war der Kinderkarneval der letzte Auftritt der Session. Die hatten in den vergangenen Tagen ein straffes Programm absolviert. Am Donnerstag waren es allein acht Auftritte. Langweilig wird es aber nach Aschermittwoch nicht. Nahtlos geht das Training, immer dienstags, weiter, denn schon Ende März steht das erste Turnier auf dem Programm. Apropos straffes Programm: Für Prinz Peter II. und Prinzessin Brigitte I. geht die erste Session langsam zu Ende. Obwohl sie gesundheitlich etwas angeschlagen ist, zeigte sich die Prinzessin beim Kinderkarneval gut gelaunt. Viele schöne Auftritte und Besuche haben die beiden erlebt. In den Kindergärten und Schulen seien sie toll empfangen worden, berichtet die Prinzessin. Für Prinz Peter ist besonders der Besuch in Voesch in schöner Erinnerung geblieben. Unvergesslich sei auch der Rathaussturm gewesen, zu dem die Funkenartillerie das Prinzenpaar mit einer Kutsche abgeholt hatte. Am Veilchendienstag stehen nun noch Termine in St. Hubert auf dem Programm. Und dann ist das Ende des Hoppeditz schon nahe.