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Kempener Gymnasien starten im neuen Schuljahr mit jeweils drei Eingangsklassen

Zum neuen Schuljahr : Jeweils drei Eingangsklassen an den beiden Kempener Gymnasien

Besorgte Eltern kritisieren zu große Eingangsklassen am Thomaeum. Es gibt jedes Jahr Pendelbewegungen bei den Anmeldungen für die Gymnasien.

Die Anmeldezahlen für die beiden Kempener Gymnasien Thomaeum und Luise-von-Duesberg-Gymnasium (LvD) für die Eingangsklassen im neuen Schuljahr 2020/2021 haben bei einigen Eltern für Aufregung gesorgt. Eltern, die ihre Kinder für die fünften Klassen am Thomaeum angemeldet haben, meldeten sich bei unserer Redaktion und kritisierten die ihrer Meinung nach zu großen Eingangsklassen in dem Gymnasium. Für das kommende Schuljahr wird es im Thomaeum Klassen mit mehr Fünftklässlern geben als am benachbarten LvD. Beide Gymnasien sollen nach dem Willen der Bezirksregierung mit jeweils drei Eingangsklassen ins neue Schuljahr gehen. Allerdings liegen für das Thomaeum mehr Anmeldungen vor als für das LvD.

Eltern meldeten rund 100 Kinder am Thomaeum an. Am LvD waren es knapp 70. In Kempen tauchte danach das Gerücht auf, dass möglicherweise vier Eingangsklassen am Thomaeum und zwei am LvD gebildet werden würden. Das ist aber nicht der Fall. Fest steht: An beiden Gymnasien wird es jeweils drei Klassen geben. „Wir hatten gemeinsame Gespräche mit der Schulaufsicht, der Bezirksregierung und dem Schulträger, der Stadt Kempen, um die Sachlage zu besprechen“, berichtet Agnes Regh, Schulleiterin des Thomaeums im Gespräch mit unserer Redaktion. Generell sind insgesamt sechs Eingangsklassen für die beiden Kempener Gymnasien vorgesehen, jeweils drei an beiden Schulen.

Agnes Regh führte angesichts der vorliegenden Anmeldungen Gespräche mit nahezu allen Eltern, die ihre Kinder am Thomaeum angemeldet hatten, und erklärte die Situation. Einige Eltern hätten sich daraufhin entschieden, ihr Kind am LvD anzumelden. Das führt nun letztlich dazu, dass das LvD zum neuen Schuljahr bei den Fünftklässlern mit einer Klassengröße von 24 Schülern startet, während das Nachbar-Gymnasium mit 31 Schülern beginnt. Eine durchaus übliche Größe, wie Agnes Regh betont. In Nordrhein-Westfalen sei es sogar möglich, Klassen mit bis zu 34 Kindern zu bilden, wenn es die angefragte Schulform in einer Stadt oder Gemeinde nur einmal gibt

„Wir haben seit Jahren Pendelbewegungen bei den Anmeldezahlen für die beiden Gymnasien. Das ist normal. Mal sind wir stärker gefragt, dann wieder das Thomaeum. Woran das liegt, konnten wir bislang noch nie feststellen. Es ist halt so“, sagt LvD-Schulleiter Benedikt Waerder. Beide Schulen freuen sich generell über die guten Anmeldezahlen für die Schulform Gymnasium. „Wir haben zwei gute Gymnasien in Kempen und arbeiten eng zusammen“, betonen die beiden Schulleiter.

Schon seit Jahren gibt es eine gemeinsame Oberstufe der beiden benachbarten Schulen. Die Oberstufenschüler werden gemeinsam sowohl im LvD wie auch Thomaeum von Lehrern beider Gymnasien unterrichtet. Das bringt für die Schüler unter anderem eine große Auswahl an Leistungskursen mit sich, so dass nahezu alle Fächerwünsche abgedeckt werden können.