Kempener Badverein braucht finanzielle Hilfe

Kempen: Badverein auf der Suche nach Sponsoren

Ohne finanzielle Unterstützung ist der Verein nicht in der Lage, den Betrieb des Reha-Bades im Kempener Hospital auf Dauer sicherzustellen. Die CDU-Abgeordneten Schummer und Optendrenk bieten ihre Hilfe an.

Sehr zufrieden konnte jetzt der Vorstand des Vereins Warmwasser- Bewegungsbad Kempen (WBBKP) mit dem Besuch von Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer und Landtagsabgeordneten Marcus Optendrenk im Kempener Krankenhaus sein. Denn beiden CDU-Politiker versprachen dem Vereinsvorsitzenden Heino Breuning ihre Unterstützung für den Betrieb des kleinen Reha-Bades.

Seit rund zwei Jahrzehnten gibt es dieses spezielle Schwimmbad im Keller des Hospitals zum Heiligen Geist an der Von-Broichhausen-Allee. Wie mehrfach berichtet, war das Bad technisch in die Jahre gekommen und wurde nach der Übernahme des Krankenhauses durch die Artemed-Gruppe nicht mehr in dem Maße wie früher vom Hospital genutzt. Die Schwerpunkte der medizinischen Betreuung im Haus hatten sich im Laufe der Jahre geändert. Gleichwohl war das Reha-Bad immer noch ein wichtiger Bestandteil für Vereine, die Rehabilitationssport anbieten. Als die Technik erneuert werden musste, stand die Einrichtung vor dem Aus. Erst durch die Gründung des Vereins gelang es, das Bad zu erhalten. Klinikbetreiber Artemed erklärte sich bereit, zunächst für notwendige technische Sanierungen in Vorleistung zu gehen. Dafür stellte das Unternehmen einen hohen fünfstelligen Betrag zur Verfügung, so Geschäftsführer Thomas Paßers.

Der eigens gegründete Badverein besteht zurzeit aus 24 Mitgliedern. Dies sind Vereine und Therapeuten, die das Bad für ihre Arbeit nutzen. Rund eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis die Verantwortlichen dies zustande gebracht haben. Dadurch wurde inzwischen eine Auslastung von rund 80 Prozent erreicht, 20 Prozent der Zeiten nutzt das Krankenhaus. Allerdings benötigt der Verein Geld zum Betrieb des Bades. Deshalb hatte man die beiden Politiker eingeladen. Von ihnen erhofft man sich nun Unterstützung.

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Gerade für Patienten mit rheumatischen Beschwerden, aber auch in der Schmerztherapie ist die konstante Wassertemperatur von 32 Grad wichtig. Auch können hier Schwangere zur Entspannung schwimmen oder später Babys ihre ersten Schwimmversuche machen. Einzigartig im Kreis, aber auch der weiteren Umgebung ist, dass sich durch eine spezielle Technik die Höhe des Bodens verändern lässt. Je nach Bedarf sind Höhen zwischen 35 und über 100 Zentimetern möglich. Neben der konstanten warmen Temperatur ist für für viele Besucher auch der geschützte Raum ohne den Lärm und die Betriebsamkeit eines großen Hallenbades wichtig. Eine Stunde kostet durchschnittlich sechs bis sieben Euro pro Teilnehmer. Die Kosten können oft über die Krankenkasse abgerechnet werden, wenn der Arzt die Therapie verschreibt. Aber das Bad braucht für immer wieder anstehende Reparaturen und Erneuerung der Technik eine Rücklage, die nicht erwirtschaftet werden kann. Förderer oder Spenden sind dafür notwendig.

Von Uwe Schummer und Marcus Optendrenk gab es viele wertvolle Tipps. Vor allem Schummer wird dazu das Gespräch mit den Krankenkassen suchen, die aus ihren Präventionsfonds Mittel beisteuern könnten. Beide Politiker versprachen, die Problematik auch noch einmal bei der Stadt Kempen anzusprechen, die bislang das Bad nicht unterstützt. Der Verein wird nun eine Kostenaufstellung vornehmen, mit der die Politiker Argumentationshilfe haben.

Näheres zum Reha-Bad gibt es unter www.warmwasser-bewegungsbad-kempen.de. Hier kann man auch einen Mitgliedsantrag herunterladen oder Hinweise finden, wenn man spenden möchte.

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