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Kempen/Willich/Tönisvorst/Grefrath: Arbeitslosenzahl verringert sich im November leicht

Arbeitsmarkt im Kreis Viersen im November 2020 : Weniger Arbeitslose, aber mehr Kurzarbeit-Anzeigen

Die Arbeitslosenzahl sinkt während der Pandemie den dritten Monat in Folge, doch ist sie deutlich höher als im Vorjahr. Die Nachfrage bei den Arbeitgebern nach Arbeitskräften ist aber weiter da.

Die Arbeitslosenzahl im November im Kreis Viersen verringert sich während der Corona-Pandemie den dritten Monat in Folge. Dies teilt die Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen mit. Demnach seien im November 315 Personen weniger (minus 1,3 Prozent) arbeitslos gewesen als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote im Bezirk beträgt nun 8,3 Prozent (Oktober: 8,4), im Kreis Viersen bei 9754 Menschen ohne Arbeit 6,0 Prozent (Oktober: 6,1). In Willich waren im November 1297 Personen ohne Arbeit, in Kempen 908, in Tönisvorst 796 und in Grefrath 372.

Allerdings seien die Zahlen natürlich deutlich höher als im Vorjahr, sagt Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld: „Die Nachfrage bei den Arbeitgebern nach Arbeitskräften ist aber weiter da, und es ist eine saisonübliche Verringerung der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die aktuellen pandemiebedingten Beschränkungen haben auf gewisse Branchen massive Auswirkungen, etwa auf die Gastronomie. Jedoch zeigt sich der Gesamtarbeitsmarkt relativ stabil.“ Gegenüber November 2019 lag die Arbeitslosigkeit um 3441 Personen höher (Arbeitslosenquote 2019: 7,2 Prozent).

Der Zugang an 212 Anzeigen zur Kurzarbeit mit 1650 Personen im November (vorläufig) liege wieder auf einem leicht höheren Niveau als in den Vormonaten. „Hier machen sich die pandemiebedingten Einschränkungen in einigen Branchen wieder direkt bemerkbar“, erläutert Rademacher-Bensing. Die Hauptzugangsmonate aber seien mit weitem Abstand April (rund 29.000) und Mai (etwa 27.000) gewesen.

Rademacher-Bensing macht aber auch Hoffnung: Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei mit 919 sozialversicherungspflichtigen Stellen im Zugang im Agenturbezirk gegeben. „Ein eindeutiges Zeichen, dass der Arbeitsmarkt insgesamt und aktuell weiter aufnahmefähig ist“, sagt die Vorsitzende.

(emy)