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Kempen: Werner Lehmann wird 101 Jahre alt

Altersjubilar in Kempen : Werner Lehmann: Pionier der Nachrichtentechnik wird 101

Zur Familie gehören die drei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel. Für seine Verdienste um die Nachrichtentechnik erhielt Werner Lehmann 1979 das Bundesverdienstkreuz.

(evs) Am kommenden Montag, 28. September, vollendet Werner Lehmann sein 101. Lebensjahr. Seit 2014 lebt er im Kempener St.-Peter-Stift. Noch immer gehe es ihm sehr gut, erzählt sein Sohn Christoph, der in Neukirchen-Vluyn wohnt, und sich regelmäßig um den Vater kümmert. Er könne zwar etwas schlechter sehen und hören, dennoch nehme er im Rahmen seiner Möglichkeiten noch am Leben teil. Zuletzt habe er die Tour de France mit großem Interesse im Fernsehen verfolgt. Außerdem schaue er gerne aus seinem Fenster, das auf den Kempener Liebespfad hinausgeht, und verfolge, welche Hunde dort gerade Gassi geführt werden.

Werner Lehmann wurde 1919 in der Sächsischen Schweiz bei Pirna geboren. Mit vier Geschwistern wuchs er an der Elbe auf. Auf Wunsch des Vaters, der Briefträger war, lernte Lehmann Elektromechaniker. 1940 wurde er kriegsbedingt zur Marine eingezogen, wo er als Funker und Nachrichtentechniker eingesetzt wurde. 1946 heiratete er auf Fehmarn die von dieser Ostseeinsel stammende Paula Witt. In der Nachkriegszeit arbeitete er in Detmold zunächst als Dorfpolizist.

Doch auch da wurde seine Begabung schnell erkannt: Lehmann wurde als Fernschreibmechaniker eingesetzt und entwickelte die Nachrichtentechnik auf NRW-Ebene entscheidend weiter. So hat er den ersten computergesteuerten Fernschreiber und das berühmte grüne Notruftelefon „Polizei-Feuer“ mit der Alarm-Sirene mitkonzipiert. Für seine Verdienste um die Nachrichtentechnik erhielt er 1979 das Bundesverdienstkreuz.

Zur Familie gehören die drei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel. Die Ehefrau ist schon gestorben.

(evs)