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Kempen: Vier Lämmer gerissen - war es ein Wolf?

Mehrere Lämmer tot : Ist in Kempen ein Wolf unterwegs?

Fest steht, dass zwischen Kempen und Grefrath vier Lämmer gerissen worden sind. Der Rest ist unklar und sorgt für Verunsicherung - denn es könnte ein Wolf dahinter stecken.

Ob ein Wolf zwischen Kempen und Grefrath mehrere Lämmer gerissen hat, ist unklar. Foto: dpa/Lino Mirgeler

Eine Aufklärung des Falls ist nach Aussage von Experten vermutlich nicht mehr möglich. Das Kempener Ordnungsamt bekam eine Meldung über die toten Tiere und hat sie an den Kreis weitergeleitet. Das dortige Veterinäramt allerdings leitete den Vorgang an das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (Lanuv) weiter. Laut dessen Auskunft nimmt ein geschulter Wolfsberater bei potenziellen Beutetieren von Wölfen einen Abstrich, der im Labor untersucht wird. Der Haken: Die Proben müssen innerhalb von 24 Stunden nach dem Biss genommen werden, um einen Wolf als Verursacher nachweisen zu können. Die Kadaver sind aber bereits kurz nach der Meldung an der Ordnungsamt nicht mehr da gewesen. Ein Nachweis ist somit unmöglich. Fakt ist, dass es seit zwei Jahren im Kreis Wesel einen Wolf gibt, im „Wolfsgebiet Schermbeck“. Darum herum gibt es eine Pufferzone, an die Kempen angrenzt. Die DNA dieses Wolfes sei im Februar 2018 an zwei gerissenen Schafen nachgewiesen worden.

(ham/hd)