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Kempen: Stadt spricht mit Eltern der Kita "Mullewapp"

Fall Sandra M. : Stadt Kempen spricht mit dem Elternrat der Kita „Mullewapp“

Es ging um die Vorfälle, für die Sandra M. verantwortlich sein soll. Die 25-jährige Erzieherin steht in Verdacht, für den Tod eines dreijährigen Mädchens in einer Viersener Kita verantwortlich zu sein.

Eltern, deren Kinder die Kita „Mullewapp“ in Kempen besuchen, hatten kritisiert, dass die Stadt sie nicht frühzeitig und umfassend über die Ermittlungen von Verfällen informiert hat, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Sandra M. stehen. Die 25 Jahre alte Erzieherin, die im Verdacht steht, für den Tod einer Dreijährigen in einer Kita in Viersen verantwortlich zu sein, hatte vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019 in der Kita „Mullewapp“ gearbeitet. Auch dort war es zu Vorfällen mit Kleinkindern gekommen, die derzeit Teil der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sind.

Am Mittwoch fand ein Gespräch von Vertretern der Stadt Kempen mit dem Elternrat der Kita „Mullewapp“ statt. Das Gespräch hatte Bürgermeister Volker Rübo im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt. Gemeinsam mit dem zuständigen Jugenddezernenten Bennet Gielen, der neuen Jugendamtsleiterin Andrea Terschüren und dem stellvertretenden Jugendamtsleiter Andreas Walter sei über die Vorfälle im Zusammenhang mit der unter Mordverdacht stehenden Erzieherin gesprochen worden, berichtete Kempens Stadtsprecher Christoph Dellmans am Donnerstag.

„Hierbei wurden nochmals die Inhalte aus der Stellungnahme von Bürgermeister Volker Rübo erläutert. Zahlreiche Informationen wurden ausgetauscht, vieles war bereits bekannt. Vereinbart wurde, dass der Informationsfluss gegenüber den Eltern im Zusammenhang mit den Vorfällen verbessert wird und sich betroffene Eltern jederzeit an das Jugendamt wenden können“, so Dellmans. So sollen in den kommenden Tagen Gespräche stattfinden mit denjenigen Eltern, deren Kinder in der Kita „Mullewapp“ von der Erzieherin Sandra M. betreut wurden.

Jugenddezernent Gielen habe sich für das entgegengebrachte Vertrauen des Elternrates bedankt, so Dellmans. „Es wurde aber auch deutlich, dass die Elternschaft weiterhin der Einrichtung das Vertrauen aus­spricht.“ Gleichwohl habe man festgestellt, dass der Informationsfluss zur Elternschaft verbessert werden muss.

Die Stadt hatte nach Bekanntwerden von Vorwürfen gegen Sandra M., die ihre Tätigkeit in der Kita „Mullewapp“ betreffen, den Eltern der Kita einen Brief geschrieben, indem die Stadt zwar bestätigte, dass Sandra M. dort beschäftigt war. Aber auf die Vorfälle, die Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen sind, ging die Stadt nicht ein.