Martinssammlung in Kempen Schüler des Gymnasiums Thomaeum sammeln über 10.000 Euro für Paraguay

Kempen · Mit ihrer traditionellen Martinssammlung waren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Thomaeum überaus erfolgreich. Das Geld kommt einer ökologischen Landwirtschaftsschule in Paraguay zugute.

 Über 10.000 Euro sammelten die Schüler des Gymnasiums Thomaeum für die Pro Paraguay Initiative.

Über 10.000 Euro sammelten die Schüler des Gymnasiums Thomaeum für die Pro Paraguay Initiative.

Foto: Ute Schmitz

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Thomaeum in Kempen sind am Tag des großen Martinszuges am Freitag, 10. November, traditionell in der Stadt unterwegs und bitten um Spenden. Mit ihrer Martinssammlung waren die Schüler in diesem Jahr überaus erfolgreich. Der Erlös war für die Pro Paraguay Initiative aus Kempen bestimmt, über 10.000 Euro kamen zusammen. „Mit einem so hohen Betrag hatten wir nicht gerechnet“, sagt Ute Schmitz von der Pro Paraguay Initiative. „Wir bedanken uns sehr bei Schülern, Lehrern und Schulleitung.“

Vor 30 Jahren, etwa zeitgleich mit der Gründung der Kempener Initiative, half das Ehepaar Schmitz einer Gruppe landloser Kleinbauern in Paraguay beim Kampf um eigenes Land. Nach harten Anfangsjahren entschied sich ein Teil der etwa 500 Familien für eine ökologische Bewirtschaftung ihrer Felder. Aus Kempen kam Unterstützung für den Bau einer Schule, die derzeit von 80 Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren besucht wird. Das Sammelergebnis aus Kempen soll der ökologischen Landwirtschaftsschule zugute kommen.

Trotz des kühlnassen Regenwetters am Tag des großen Martinszuges brachten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Thomaeum volle Spendendosen zur Schule. Denn die Kempener Bürgerinnen und Bürger waren über die Martinssammlung informiert – und viele erwarteten die Schüler schon an der Haustür, um eine Spende geben zu können.

In Paraguay habe es zur gleichen Zeit ebenfalls heftiges Regenwetter gegeben, berichtet Ute Schmitz – allerdings bei hochsommerlichen Temperaturen. „Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der Schüler nicht zum Unterricht kommen kann. Bis über die Knöchel versinken sie auf den Erdwegen im Lehm“, sagt Schmitz.

An der Schule in Paraguay sei die Freude über das stolze Spendenergebnis aus Kempen groß, ebenso „das Bedürfnis, sich sowohl bei den gleichaltrigen Sammlern, als auch bei den spendablen Bürgern aus Kempen zu bedanken.“

(biro)
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