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Kempen: Neue Schwester-Ina-Medaille mit Georgsbrunnen vorgestellt

Kempener Stiftung : Neues Goldstück mit dem Georgsbrunnen

Der Stiftungsvorstand hat die neue Schwester-Ina-Medaille am Georgsbrunnen in Kempen vorgestellt. Mit dem Verkaufserlös werden zu 100 Prozent Kinder und Familien in Not unterstützt.

Nach Propsteikirche, Burg, Rathaus und vielen weiteren Kempener Wahrzeichen ist nun auch der Georgsbrunnen „vergoldet“. Die Schwester-Ina-Stiftung hat ihre neue Schwester-Ina-Medaille mit dem Brunnen auf dem Buttermarkt vorgestellt. Es ist die 17. Auflage der Münze.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Stiftung unter neuer Führung – und das wurde bei der Vorstellung schnell deutlich. Denn Jürgen Hamelmann, der die Leitung 2019 von Stiftungsgründer Heinz-Wilhelm Wolters übernommen hat, hat als Bauunternehmer ein Blick für die Technik. Ein beachtlicher Aufwand werde betrieben, damit die beiden Pumpen funktionieren und man sich an dem Wasserspiel erfreuen kann. Errichtet wurde er 1912 zu Ehren der im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 Gefallenen der Stadt Kempen und der Gemeinde Schmalbroich.

Das Goldstück ist für eine Mindestspende von 50 Euro zu erwerben. Mit dem Erlös unterstützt die Stiftung Kempener Kinder und Familien in Not, besonders das Kinderheim St. Annenhof. Leiter Herbert Knops hatte aus Anlass des Führungswechsels zusammengetragen, was die Stiftung in den 17 Jahren ihres Bestehens alles möglich gemacht hat, darunter Projekte wie Künstlerwerkstatt, Medienscouts und Musikraum.

Drei ehemalige Bewohner des Annenhofs, alle heute um die 30 Jahre alt, haben auf Bitten von Knops zurückgeblickt, was der Musikraum, das erste große Projekt der Stiftung, für sie bedeutet hat und rührende Zeilen geschrieben. „Ich haben angefangen, an mich zu glauben“, berichtet Sarah. „Ich habe gelernt weiterzumachen, auch wenn es mal anstrengend ist“, erinnert sich Nick.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben zu einem geringeren Spendenaufkommen in diesem Jahr geführt, berichtete Jürgen Hamelmann. Aber Stiftungsgründer Wolters habe diese mit dem Bau von Wohnhäusern auf ein solides Fundament gestellt. Die Mieteinnahmen der Häuser Kauertzacker 11 und 15 fließen in die Stiftung. Dazwischen wird zurzeit ein weiteres Haus fertiggestellt, in das bald zwei neue Gruppen des Annenhofs einziehen können. Viel Lob für „das städtebauliche Highlight am Kauertzacker“ gab es von Bürgermeister Volker Rübo (CDU). Er würdigte Wolters als einen der großen Menschenfreunde der Stadt Kempen.

Der Annenhof ist eine von nur noch wenigen Einrichtungen dieser Art im Bistum Aachen, die sich in Trägerschaft einer Pfarrgemeinde befinden, machte Propst Thomas Eicker deutlich. In Kempen funktioniert dieses Modell gut. Auch als Arbeitgeber sei das Kinderheim attraktiv. Das Team aus zehn neuen Mitarbeitern für die zwei Gruppen am Kauertzacker sei komplett, sagte Knops. In Zeiten des Fachkräftemangels nicht selbstverständlich. „Eine solch gute Entwicklung kommt nicht von allein“, sagte Manfred August, Stiftungs- und Kirchenvorstandsmitglied, der ein großes Lob an Leiter Herbert Knops, Verwaltungsleiter Peter Fischer und ihr Team aussprach.

Die neue Medaille kann man im Kinderheim St. Annenhof an der Oelstraße 9 und in der Kempener Geschäftsstelle der Sparkasse an der Orsaystraße 1 erwerben. Der Erlös des Verkaufs geht wie immer zu 100 Prozent direkt an den St. Annenhof.

www.ina-stiftung.de