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Kempen: Kein Verkaufssonntag am 8. November

„Kempen.Kunst.St. Martin“ am 8. November : Werbering zieht Antrag für verkaufsoffenen Sonntag zurück

Einen verkaufsoffenen Sonntag am 8. November in Kempen wird es nicht geben. Der Werbering Kempen hat einen entsprechenden Antrag auf Genehmigung bei der Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag kurzfristig zurückgezogen.

Zuvor hatte sich die Bezirksleitung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Dienstagmittag beim Werberingvorstand gemeldet und mit einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gedroht, sollte der Verkaufssonntag tatsächlich weiter geplant werden.

Wie berichtet, wollte der Werbering für die Kempener Einzelhändler mit der Aktion „Kempen.Kunst.St. Martin“ am 8. November einen Anlass für eine Sonntagsöffnung der Geschäfte schaffen. Ein entsprechendes Konzept war in Verbindung mit dem Kempener Kunstverein bereits erarbeitet worden. Es sollte Ausstellungen, Lesungen und Kunstaktionen mit Besuchern in Geschäften geben.

Wie Werberingvorsitzender Armin Horst im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte, habe man den Antrag bei der Stadt nach der Klageandrohung durch Verdi kurzfristig zurückgezogen, um für künftige Verkaufssonntage in Kempen keine Schwierigkeiten zu bekommen. Im Rathaus waren die Verantwortlichen – bei allem guten Willen zur Unterstützung des örtlichen Handels und der Gastronomie – skeptisch, ob der geplante Verkaufssonntag am 8. November einer gerichtlichen Prüfung standgehalten hätte.

Der zweite geplante Verkaufssonntag am 13. Dezember – er soll im Rahmen eines Weihnachtsmarktes rund um die Burg stattfinden – ist aber weiterhin in Planung. Dem entsprechenden Antrag wurde am Dienstagabend vom Stadtrat mit großer Mehrheit zugestimmt.