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Kempen hat rund 3,6 Millionen an Einnahmen verloren

Stadtfinanzen : Kempen hat an Einnahmen schon 3,6 Millionen verloren

Die Corona-Krise hat beträchtliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Kommunen. Die Stadt Kempen hat nach einem Monat im Krisenmodus bereits 3,6 Millionen Euro an Einnahmen verloren. Wie Beigeordneter Jörg Geulmann, der auch Stadtkämmerer ist, am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte, brechen derzeit erhebliche Steuereinnahmen weg.

Der Ausfall macht für den März allein bei der Gewerbesteuer 2,8 Millionen Euro aus, hinzu kommen 600.000 Euro aus Stundungen von Steuerzahlungen. Fehlende Elternbeiträge für Kinderbetreuung in Kitas, Kindertagespflege oder Offener Ganztagsschule belaufen sich auf knapp 200.000 Euro. „Je länger die Corona-Krise dauert, umso höher werden die Einnahmeausfällen“, sagt Geulmann. Eine Prognose für die Auswirkungen auf den städtischen Haushalt 2020 wagt der Kämmerer derzeit nicht. Bei der Einbringung des Etats 2020 im vergangenen Herbst hatte Geulmann noch mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 25 Millionen Euro kalkuliert. Allerdings hatte er bei der Etatverabschiedung im Dezember im Stadtrat bereits vor einer möglichen Haushaltssicherung gewarnt.