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Kempen, Forum Mittelstand: Zukunftsforscher Andreas Reiter zur Marke "Niederrhein"

Forum Mittelstand : Niederrhein als Marke populär machen

Vor Mitgliedern des Forums Mittelstand erläuterte Zukunftsforscher Andreas Reiter aus Wien, dass auch Unternehmen von der neuen touristischen Dachmarke profitieren können.

„Eine Marke ist der gute Ruf, der einem Unternehmen oder einem Standort vorauseilt“, erklärt Andreas Reiter. Der Zukunftsforscher aus Wien, der viele Unternehmen und Tourismusvereinigungen bei der Imagebildung berät, hat im vergangenen Jahr auch die Niederrhein Tourismus GmbH mit Sitz in Viersen bei der Suche nach einer neuen Vermarktungsstrategie betreut. Er ist sicher, dass die neue „Marke Niederrhein“ auch auf andere Branchen übertragen werden kann. Sie kann auch bei der Imagebildung von Firmen, die in der Region ansässig sind, nützlich sein. Das für den touristischen Sektor entwickelte neue Marken-Logo könne auch für Betriebe sinnvoll sein, die sich als „Unternehmen vom Niederrhein“ präsentieren möchten.

Beim Forum Mittelstand stellte Reiter am Dienstagabend im Technologiezentrum Niederrhein (TZN) in Kempen die Entwicklung der neuen Marke vor. Dem Forum gehören Unternehmen und Unternehmer aus dem Kreis Viersen an, die sich regelmäßig treffen und zu unterschiedlichen Themen mit Experten diskutieren. Das Forum gibt es seit acht Jahren. Die Mitglieder haben ein intaktes Netzwerk aufgebaut, es ist bereits zu Firmenkopperationen gekommen.

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Die neue touristische Marke für den Niederrhein mit einem Logo, bei dem der Schriftzug „Niederrhein“ in Rot gehalten ist, gibt es seit Anfang 2019. Bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin wurde es vor wenigen Wochen erstmals den Fachbesuchern präsentiert. Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, berichtete in Kempen von einem sehr positiven Echo. Mit der neuen Marke geht auch ein Strategiewechsel einher. Die Touristik-Gesellschaft, die von den Kreisen Heinsberg, Kleve, Viersen und Wesel getragen wird, möchte die Region als attraktive Destination vermarkten. In den vergangenen Jahren hat man den Schwerpunkt aufs Radfahren (Stichwort: Niederrhein-Rad) und Wandern (vor allem im Naturpark Schwalm-Nette mit seinen Premiumwanderwegen) gelegt. Nun will man den Niederrhein als vielfältige Kultur- und Naturlandschaft bewerben.

Der Begriff „Niederrhein“ wird bereits vielfältig verwendet. Zwei Industrie- und Handelskammern (in Krefeld und Duisburg) tragen ihn im Namen, es gibt auch eine regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft „Standort Niederrhein GmbH“, der neben den Städten Krefeld und Mönchengladbach auch die Kreise Kleve, Neuss, Viersen und Wesel sowie die IHK Mittlerer Niederrhein angehören. Auch hier steht regionales Handeln bei der Suche nach Investoren im Vordergrund.

Für die Tourismusbranche am Niederrhein sei die neue Marke ein echter Gewinn, wie Martina Baumgärtner betont. Der Niederrhein könne sich damit stärker gegen andere Urlaubsregionen behaupten. Sie hofft, dass auch viele Unternehmen in der Region diese Marke für sich entdecken und das neue Logo nutzen. Das wünscht sich auch der Viersener Landrat Andreas Coenen. Als Kreis Viersen gehe man da gerne voran: „Wir als Kreis haben ja auch bewusst den Namen ,Niederrheinisches Freilichtmuseum’ für unsere Einrichtung in Grefrath gewählt, betonte er. In Grefrath will der Eissport- & Eventpark seine Angebote und Veranstaltungen – auch bei „Holiday On Ice“ – mit dem neuen Marken-Logo bewerben.