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Stadt Kempen: Kempen ehrt seine erfolgreichen Sportler

Stadt Kempen : Kempen ehrt seine erfolgreichen Sportler

Eine Sportlerehrung ist immer ein besonderes Ereignis. Der Stadtsportverband und die Stadt Kempen ehrten jetzt gemeinsam 26 Stadtmeister und überreichten 80 Sportplaketten für besondere sportliche Leistungen.

Wenn Reiter, Turner, Leichtathleten, Schwimmer, Karatekämpfer, Tennisspieler, Segler und weitere Sportler sich im Kolpinghaus Kempen einfinden, dann kann dies nur eins bedeuten. Die traditionelle Sportlerehrung steht an. Am Freitagabend war es wieder soweit. Der Stadtsportverband und die Stadt Kempen hatten zu dem Event eingeladen. Insgesamt überreichten sie 15 goldene, 31 silberne und 14 bronzene Sportplaketten. Stadtmeister gab es 25 im Bereich der Einzelwettbewerbe und einen Mannschaftsstadtmeister.

"In den vergangenen 22 Jahren konnten wir insgesamt 1954 Plaketten vergeben. Die Kriterien, die für die Vergabe definiert sind, sind äußerst streng. Heute Abend möchte ich Daniel Altmaier hervorheben. Er gehört zu den vier besten Nachwuchstalenten in Deutschland im Tennissport", begrüßte Otto Birkmann die Gäste. Daniel werde als der neue Boris Becker von Kempen gehandelt, bemerkte der stellvertretende Bürgermeister mit einem Lächeln, was den 16-jährigen Tennisspieler schmunzeln ließ. Altmaier, der zwischen dem Sportgymnasium in Mannheim, seinen Trainingslagern und Wettkämpfen hin und her pendelt, gewann unter anderem im vergangenen Jahr die Deutsche Meisterschaft U16 und machte einen ersten Platz bei der Junior Trophy. Tennis spielt der junge Mann dabei schon seit seinem sechsten Lebensjahr.

Birkmann erinnerte in seiner Begrüßungsansprache nochmals daran, dass die Vereine die Voraussetzungen schaffen würden, damit der Sport ausgeübt und genossen werden könne. Die Stadt Kempen sorge dabei für die guten Rahmenbedingungen. Auch wenn einige Sportstätten nicht dem neuesten Standard entsprechen würden, so ständen Sanierungen an. Schritt für Schritt ginge es vorwärts. Der Sportentwicklungsplan ist so auf den Weg gebracht worden, bei dem die unterschiedlichen Bedürfnisse in Kempen erarbeitet worden sind und nun umgesetzt werden sollen. "Kempen ist eine Sportstadt und bleibt es auch. Die Jugend ist die Zukunft des Sportes", betonte Andreas von Brechan, Vorsitzende des Stadtsportverbandes Kempen. Erste Plätze bei National Special Olympic Games, bei Rheinischen-, NRW-, Deutschen- und Landes-Meisterschaften sowie vordere Plätze bei Europameisterschaften - die Sportler der unterschiedlichen Sparten konnten zahlreiche Erfolge vorweisen.

Was die Ehrungen durch den Stadtsportverband und die Stadt Kempen angeht, ist Evelin Laitenberger eine Wiederholungstäterin. "Ich war schon fünfmal dabei und ich freue mich auch heute wieder riesig", strahlte die 15-jährige Karatsportlerin, die bei der Sportlerehrung 2015 gleich zweimal auf Treppchen steigen konnte. Sie ist Stadtmeisterin, was Urkunde und Pokal bedeuten, und es gab für sie zudem die Sportplakette in Silber. Ihr Vater strahlte nicht weniger. "Ich bin ganz schön stolz auf meine Tochter und fahre sie an den Wochenenden mit Begeisterung zu den Turnieren", verriet er.

Emma von Hippel war dagegen das erste Mal dabei. Die Zwölfjährige ist Stadtmeisterin in der Kombi-Wertung beim Reiten geworden. Zum Sieg trug sie ihr zehnjähriger Rheinländer Pascal. Es gab aber noch weitere Auszeichnungen neben Plaketten und Stadtmeistern. Der Kempener Leichtathletikverein erhielt eine gesonderte Auszeichnung für seine hervorragende Jugendarbeit.

Für ihren jahrelangen Einsatz stand zudem Erika Lemke im Mittelpunkt der Ehrungen. Die St. Huberterin trainierte unter anderem 40 Jahre im Turnverein St. Hubert Jugendliche und Erwachsene mit Handicap.

In Sportlerkreisen wurde indes sehr bedauert, dass weder Bürgermeister Volker Rübo noch der für den Sport zuständige Beigeordnete Michael Klee erschienen waren. Auch der Vorsitzende des Sportausschusses des Stadtrates, Jürgen Pascher, glänzte durch Abwesenheit.

(tref)