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Kempen: Astrid-Lindgren-Schule packt Wundertüten für Familien

Astrid-Lindgren-Schule Kempen : Grundschul-Wichtel packen 300 Wundertüten für ihre Familien

Seit der Corona-Pandemie fielen die Einnahmen vom Schulfest und anderen Veranstaltungen bei der katholischen Astrid-Lindgren-Grundschule komplett weg. Damit stand ein Zirkusprojekt auf wackeligen Beinen.

Kleine Täschchen, Mini-Nikoläuse als Klammer, Baumschmuck und vieles andere haben die Kinder und Lehrkräfte der Astrid-Lindgren-Grundschule im Kempener Stadtbezirk Hagelkreuz in der Wichtel-Werkstatt in den vergangenen Wochen produziert. „Alles ist selbst gemacht, und in jedem Produkt steckt ganz viel Liebe“, sagt Schulleiterin Sabine Stammen. An diesem Freitag werden die Wundertüten an die Familien „ausgeliefert“.

Seit der Corona-Pandemie fielen die Einnahmen von Schulfest und anderen Schulveranstaltungen auch bei der katholischen Astrid-Lindgren-Grundschule komplett weg. Damit stand das Zirkusprojekt, das im nächsten Jahr stattfinden soll, plötzlich auf wackeligen Beinen. „Wir veranstalten jedes Jahr einen Weihnachtsbasar für die Familien in unserer Schule. Doch auch das ist ja wegen der Corona-Pandemie nicht erlaubt“, erklärt Sabine Stammen.

Gemeinsam entschied man sich im Kollegium dann für eine andere Variante, und die kam sehr gut an: „Wir haben große und kleine Wundertüten zwischen fünf und zehn Euro angeboten – in einem netten Brief an die Familien“, erzählt Anke Fröhling, die stellvertretende Schulrektorin. Dass sie 300 Bestellungen bekommen würden, damit haben die Lehrerinnen und Lehrer nicht gerechnet. „Das bedeutete dann, dass wir viel produzieren müssen“, sagt Anke Fröhling und lacht. Die 250 kleinen Grundschul-Wichtel hatten große Lust und machten sich nach den Herbstferien gemeinsam mit ihren Lehrern direkt an die Arbeit und wurden kreativ.

Herausgekommen sind außergewöhnliche Mini-Adventskränze, Schlüsselanhänger, selbst gemachte Marmeladen sowie Gedichte mit guten Wünsche für die Weihnachtszeit. Wichtig war bei dem Vorhaben, die Kosten fürs Material so gering wie möglich zu halten. „Aus dem, was wir alle so in unseren Regalen noch hatten, haben wir Tolles gezaubert“, sagt Anke Fröhling zufrieden.