Kempen Altstadt laufen

Kempener Innenstadt : Riesenandrang beim Altstadtlauf

1881 Läufer, eine Kempener Innenstadt, die aus allen Nähten platzt und ein Buttermarkt, auf dem allerbeste Stimmung herrscht. Der 14. Griesson-de-Beukelaer-Altstadtlauf begeistert Läufer und Zuschauer gleichermaßen.

Die Aufregung ist den 28 Kindern der Hermann-Josef-Kita auf der ganzen Linie anzusehen. Die Drei- bis Sechsjährigen, die in bunten T-Shirts mit Laufnummern stecken, sind mit vor Begeisterung strahlenden Gesichtern inmitten einer Menge von Besuchern und Läufern in Richtung Buttermarkt unterwegs. „Für uns ist das jedes Jahr aufs Neue ein großes Erlebnis. Wir haben seit Wochen  jeden Donnerstag im Cambridge-Park trainiert und freuen uns alle riesig auf den Lauf“, erzählt Kita-Leiterin Laura Levermann.

Die Kita Pusteblume ist dagegen schon im Mittelpunkt der Kempener Innenstadt angekommen und fiebert ebenfalls dem Start entgegen. „Wir sind ein zertifizierter Bewegungskindergarten und uns ist der Altstadtlauf ganz wichtig. Allein das Training mit Kindern, Erzieherinnen und Eltern war eine tolle Zeit, wobei wir danach immer Eis essen gegangen sind“, sagt Afarin Jaquet. Das ist das Stichwort für Lena. „Ich habe mich immer mit einem Schlumpf-Eis gestärkt“, verrät die Vierjährige mit strahlendem Lächeln.

Auf dem Buttermarkt wird es indes immer voller. Aufgeregte junge Läufer, die es kaum erwarten können, an den Start zu gehen, Eltern mit Smartphones, die sich in Startnähe positionieren. Es summt und brummt auf dem Buttermarkt. Leonie verkürzt die Wartezeit auf den Start mit einem Aufwärmtraining für den guten Zweck. Die Neunjährige hat sich beim Stand des Kempener Hospitals auf das Laufband geschwungen und marschiert strammen Schrittes los. „Pro gelaufenem Kilometer spendet das Krankenhaus einen Euro an die Artemed-Stiftung“, informiert Antoinette Litjens von der Physiotherapie, die zusammen mit ihrer Kollegin Antje Weinmann die beiden Laufbänder betreut. Auch wenn Luke kaum die Griffe des Laufbandes erreicht, so hat sich der Knirps auch für eine Gehrunde auf dem Laufband entschieden und wandert voller Konzentration los. „Mit der Stiftung unterstützen wir medizinische Projekte in verschiedenen Ländern. So ist gerade eine Gruppe in einem Krankenhaus in Tansania im Einsatz“, berichtet Esther Fernholz, Pressesprecherin des Krankenhauses. Am Start haben sich inzwischen die Läufer vom ersten Wettbewerb eingefunden, wobei die Jüngsten den Anfang machen. Der U8 Mädchen-Lauf mit 500 Meter Laufstrecke steht an. „Nochmal Beine ausschlenkern, schön locker machen. Dann zählen wir gemeinsam rückwärts“, schallt die Stimme von Moderator Ferdi van Heukelum über den Buttermarkt. Zehn, neun, acht geht es los. Dann endlich die eins, kombiniert mit dem Startschuss und dem lauten Ruf von van Heukelum: „Auf geht´s!“ Unter dem donnernden Applaus der Zuschauer und jeder Menge Anfeuerungsrufen sind die ersten 179 kleinen Läufer unterwegs. Kurze Beine gehen wie Windmühlenflügel.

In der Läufermenge ragen die erwachsenen Begleiter wie Leuchttürme heraus. Wobei so mancher kleine Läufer auch an der Hand von Mama oder Papa zu sehen ist. „Was für ein tolles Bild. Sensationell. Wenn die Bambini jetzt zurückkommen müssen wir sie mit Stimmung empfangen“, ruft van Heukelum.  Der Buttermarkt brodelt bereits, als die ersten Kids wieder um die Ecke biegen. „Das war schön und hat ganz viel Spaß gemachte“, sind sich Felicitas und Nele einig, die die gesamten 500 Meter, sehr zur Freude der Zuschauer Hand in Hand gelaufen sind. Beide sind zwar ein bisschen außer Puste, strahlen aber übers ganze Gesicht und wollen auf jeden Fall wieder mitlaufen. Vor der Urkundenausgabe bildet sich die erste Schlange und auch bei der Startnummernrückgabe herrscht Andrang.

Hier gibt jeder seine Startnummer mit Transponder zurück und erhält sein Pfandgeld erstattet. So manch einer macht dann einen Abstecher zu den Stadtwerken, denn hier gibt es Stärkung in Form vom Energieriegel „Altstadt-Lauf“. Derweil ist der nächste Lauf an den Start gegangen. Die Jungs U8, 170 an der Zahl, sind auf 500 Meter Innenstadtkurs. Lauf reiht sich an Lauf, wobei die Laufstrecke immer länger wird, bis am Nachmittag die zehn Kilometer langen Hauptläufe anstehen.