Katrin Steuten leitet die Stadtbibliothek Kempen

Kempen: Katrin Steuten leitet die Stadtbibliothek

Die 36-jährige Nettetalerin hat zum 1. Februar die Leitung der Kempener Stadtbücherei übernommen. Zuvor war sie in gleicher Funktion in Neukirchen-Vluyn tätig. Sie verfolgt ein ähnliches Konzept wie ihre Vorgängerin Ursula Wiltsch.

Seit dem 1. Februar ist sie im Amt: Am Mittwochabend stellte sich die neue Leiterin der Kempener Stadtbibliothek, Katrin Steuten, den Mitgliedern des Fördervereins der Bibliothek vor. Kulturamtsleiterin Elisabeth Friese betonte, dass sie sehr froh sei, Steuten als Mitarbeiterin für die Bücherei habe gewinnen können. Denn die Bibliothekarin bringe nicht nur viel Erfahrung mit, sondern verfolge auch ein ähnliches Konzept wie ihre Vorgängerin Ursula Wiltsch, die im Oktober vergangenen Jahres als Leiterin zur Stadtbibliothek nach Moers gewechselt ist.

Katrin Steuten sammelte Berufserfahrung in einer Stadtteilbibliothek in Duisburg, danach war sie in Neukirchen-Vluyn tätig. Auch dort wurde – wie in Kempen – eine Online-Bibliothek eingerichtet. Ebenso bietet diese Stadtbücherei wie die Kempener Bibliothek einen Sommerleseclub für Kinder und Jugendliche. Katrin Steuten kennt sich auch im Verfahren des Selbst-Verbuchens von entliehenen Büchern aus. Dabei können die Bibliotheksnutzer ihre ausgewählten Medien selbst auf einem Display einbuchen. Dies ist eine Entlastung für die Mitarbeiter der Bibliothek, die sich so mehr Zeit für die individuelle Beratung der Büchereikunden nehmen können. Außerdem entstehen keine langen Warteschlangen an der Ausleihtheke mehr. Für das neue Verfahren werden sämtliche Medien derzeit mit neuen Etiketten bestückt. Außerdem muss in diesem Jahr die technische Ausstattung der Bibliothek weiter verbessert werden. Katrin Steuten plant langfristig auch die Ausleihe von Gegenständen für besondere Gelegenheiten.

Katrin Steuten wohnt in Nettetal, ist verheiratet und hat zwei Söhne. In ihrer Freizeit steht sie beim „Theater unterm Dach“ in Lobberich auch auf der Bühne und führt dort Regie. Schwerpunkt ihrer Arbeit soll auch die Medienpädagogik sein. Sie strebt dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kinderkultur im Kulturamt an. Da trifft es sich gut, dass diesen Bereich demnächst eine weitere Mitarbeiterin übernehmen wird und gleichzeitig in der Bibliothek eine halbe Stelle mehr zur Verfügung steht.

Die Stadtbibliothek selbst erfreut sich bei den Kempenern ständig wachsender Beliebtheit. Sie verfügt über rund 46.000 Medien. Das sind nicht nur Bücher, sondern mittlerweile auch elektronische Medien ebenso wie ein großes Angebot an Zeitschriften. Kontinuierlich wurde auch das Angebot an englischsprachigen Büchern erweitert. Ebenfalls gehören inzwischen Gesellschaftsspiele zum Ausprobieren dazu. Damit hat sich die ehemals eher durchschnittliche Bibliothek kontinuierlich weiter entwickelt. Ältere Kempener werden sich noch an die Anfänge in der Heilig-Geist-Kapelle am Buttermarkt erinnern. Dann kam der Umzug ins Kulturforum Franziskanerkloster an der Burgstraße 19 und die Verbindung mit der Kreisbücherei. Als der Kreis beschloss, keine eigene Bücherei mehr zu unterhalten, übernahm die Stadt diese Einrichtung wieder selbst.

Nähere Informationen zu Angebot und Öffnungszeiten der Kempener Stadtbibliothek gibt es auf der Internetseite der Stadt Kempen unter www.kempen.de.

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