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Kampendonk und Menges stellen in Grefrath aus

Grefrath : Kampendonk und Menges stellen gemeinsam aus

Gert Kampendonk und Norbert Menges sind zwei befreundete Künstler. Beide arbeiten sowohl als Bildhauer als auch als Maler, und beide nähern sich in ihren Arbeiten architektonischen Formen an. Dennoch sind sie stilistisch und vom gewählten Material her genügend weit voneinander entfernt, um eine gemeinsame, harmonische Ausstellung organisieren zu können.

Beide Künstler stellen an diesem Wochenende im Atelier von Norbert Menges in Grefrath aus.

Der in Kempen-Ziegelheide lebende Gert Kampendonk, geboren 1949, studierte am Werklehrerseminar Düsseldorf bei Gottfried Wiegand und Erwin Heerich und war jahrelang als Kunsterzieher in Nettetal tätig. Gert Kampendonk beschäftigt sich in seinen bildhauerischen Arbeiten mit der Form des Hauses.

Die Form ist dabei auf das Wesentliche reduziert. Das Material, das dabei eingesetzt wird, ist Floatglas, das auf eine ganz spezielle Weise hergestellt wird, oder Acryl. Transparenz ist für den Künstler ein ganz wichtiges Element seiner Skulpturen. Schon lange kombiniert Kampendonk das Glas mit anderen Materialien wie Blei, Holz oder Eisenguss.

In seinen neuen Arbeiten, die er in der Ausstellung zeigt, verbindet er Glas mit Wellpappe. Die Glasscheiben werden geschnitten, die Kanten nicht geschliffen, wodurch sie stärker reflektieren, und schließlich geschichtet, wobei in die Zwischenräume Wellpappe eingefügt wird. Die Hohlräume der Wellpappe erlauben weiterhin Transparenz, doch ebenso je nach Standpunkt des Betrachters unterschiedliche Blickwinkel. Hier und da werden in die Glasschichten Linsen eingeklebt, die man nur schemenhaft erkennen kann. Die Hausform entwickelt Kampendonk mittlerweile zu freien Formen weiter.

Norbert Menges, geboren 1950, war Werkzeugmacher, bevor er Sonderpädagogik studierte. Kreativität begleitete schon immer sein Leben – seit seinem Ruhestand widmet er sich verstärkt der Bildhauerei und Malerei. Sein bevorzugtes Material ist Stahl und Eisendraht. Er verwendet oftmals altes Material, das bereits eine eigene Geschichte mitbringt und dessen Oberfläche korrodiert und damit besonders reizvoll ist. Stahlplatten werden zu dynamischen, spannungsvollen Raumskulpturen verschweißt, die Eisendrähte werden in gebogene und gerade Linien geformt. „Ich habe keinen einheitlichen Stil, meine Arbeiten leben von der Vielfalt“, sagt Menges.

Die Ausstellung im Atelier Norbert Menges, Pastoratshof 16a in Grefrath, wird am Freitag, 13. März, um 19 Uhr eröffnet. Sie ist am Samstag, 14. März, und Sonntag, 15. März, jeweils von 14 bis 19 Uhr zu sehen.