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Stadt Kempen: Kaas zieht in das Ex-Bauerfeind-Gebäude

Stadt Kempen : Kaas zieht in das Ex-Bauerfeind-Gebäude

Für den Frischdienst-Großhandel ist es am Industriering viel zu eng geworden. An der Arnoldstraße können alle Lagerflächen zusammengefasst werden. Die Zahl der Filialen für den Lagerverkauf soll auf 20 erhöht werden.

Der Kempener Großhandel Kaas zieht vom Industriering Ost in das ehemalige Bauerfeind-Gebäude an der Arnoldstraße15. Im Oktober habe man sich mit dem Unternehmen, das Kempen im Jahr 2009 den Rücken gekehrt hat, geeinigt und das Gebäude gekauft. Das sagt Florian Kaas (34), mit seinem Bruder Fabian (31) Geschäftsführer, im Gespräch mit der Rheinischen Post. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten ist für Ende des Jahres geplant.

 Auf dem Klingelschild ist der Wechsel des Eigentümers bereits vollzogen.
Auf dem Klingelschild ist der Wechsel des Eigentümers bereits vollzogen. Foto: Kaiser, Wolfgang (wka)

Jetzt laufen die Planungen auf Hochtouren. Die Firma Kaas hat dafür einen Architekten engagiert, der bereits für Bauerfeind tätig war und die Räumlichkeiten daher genau kennt. Aktuell befasst man sich mit dem Brandschutz und den damit verbundenen strengen Verpflichtungen. Das neue Grundstück ist 37 000 Quadratmeter groß, 6000 Quadratmeter stehen als Lager- und Produktionsstätte zur Verfügung. "Das passt schon", betont Fredrik Kaas. Bisher ist die Firma auf mehrere Standorte verteilt: Verwaltung und Lagerverkauf spielen sich am Industriering Ost ab, ein Lager befindet sich an der Heinrich-Horten-Straße, weitere auf dem Krefelder Großmarkt und in Nettetal.

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Alle könnten, so Kaas, künftig am neuen Standort vereinigt werden. Gelöst ist dann auch das Parkplatzproblem. Beim Lagerverkauf kommt es mittwochs und samstags regelmäßig zu turbulenzartigen Szenen.

An der Arnoldstraße stehen genügend Stellplätze zur Verfügung. Nicht vergrößern kann Kaas jedoch seine Verkaufsflächen. Hier gibt es strenge Vorgaben seitens der Stadt, die es verhindern möchte, dass dem Handel in der Innenstadt Schaden entsteht. Es soll aber immerhin drei Mal in der Woche Lagerverkauf stattfinden, und zwar dienstags, freitags und samstags.

Zu der Lagerfläche im ehemaligen Bauerfeind-Gebäude kommen noch 2200 Quadratmeter Büroraum. Das sei definitiv zu viel für die Firma, sagt Kaas. Man werde eine Etage mit 400 Quadratmeter nutzen und den Rest vermieten. Es habe bereits Anfragen geben, konkret sei aber noch nichts. Unklar ist noch, was mit den jetzigen Kaas-Räumlichkeiten am Industriering Ost passiert. Ob Verkauf oder Vermietung, es sei noch nichts entschieden.

Kaas vertreibt als Großhandel Käse, Feinkost, Molkereiprodukte und vieles andere mehr. Man biete inzwischen fast die komplette Palette an Lebensmitteln, sagt Kaas. Beliefert werden beispielsweise Großküchen, Kantinen und Krankenhäuser. Sein Vater sei auf die Idee gekommen, zusätzliche Lagerverkauf anzubeten, als er sah, wie hervorragend das bei de Beukelaer funktioniert. Wie kommen die erstaunlich günstigen Preise zustande? Es handele sich zum Beispiel um Überproduktionen oder um Artikel, die ihre Verpackung gewechselt hätten, sagt der Geschäftsführer. Außerdem kaufe man direkt beim Produzenten, mehrere Zwischenhändler fielen damit weg. Das Sortiment richte sich nach dem jeweiligen Angebot und sei damit ständig im Wandel.

Aktuell gibt es an elf Stellen in der Region Lagerverkauf, die Zahl der Filialen soll auf 20 erhöht werden. 140 Mitarbeiter hat die Firma Kaas im Moment, die Belegschaft soll auf 160 aufgestockt werden.

(RP)