Gemeinde Grefrath: Jubiläum: Riesenbeifall für die "Zottels"

Gemeinde Grefrath : Jubiläum: Riesenbeifall für die "Zottels"

Die A-Capella-Formation aus Oedt besteht bereits seit 25 Jahren. Mit ihren Stimmen ersetzen sie die Instrumente und begeistern damit ihre Zuschauer. Ohne Zugaben kamen sie nicht von der Bühne der Albert-Mooren-Halle.

Das Licht in der Albert-Mooren-Halle wird langsam herunter gedimmt. Nur noch die sieben Buchstaben auf der Bühne erhalten einen Lichtspot. "Zottels" ist dort in riesengroßen Buchstaben zu lesen. Auf einmal ertönt ein allen bekanntes Fernsehsignal. "Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau", ist ein Sprecher zu hören. Es folgen aktuelle Ereignisse, die im November 1989 Deutschland bewegten. Und eine Eilnachricht kommt hinzu. "Wir teilen ihnen mit, dass sich die A-Capella-Gruppe ,Zottels' gebildet hat", erfahren die rund 200 Gäste in der Oedter Halle.

Und dann marschieren sie auch schon quer durch die Halle ein und das mit ihrem bekannten Zottelmarsch: Rolf Hering-Westphal, Ingo von Ameln, Roland Westphal, Michael Straeten und Thomas Fenten. Die fünf Männer bilden die Zottels, die es seit nunmehr 25 Jahren gibt. Das Ereignis wurde jetzt in der Oedter Albert-Mooren-Halle mit einem Jubiläumskonzert ausgiebig gefeiert, bei dem auch die neue CD der Gruppe erstmals vorgestellt wurde. Fünf Männer in schwarzen Anzügen mit lachsfarbenen Hemden. Mehr braucht es nicht, um einen Saal zu begeistern. Kein einziges Musikinstrument ist von Nöten, das den Gesang untermalt. Das machen die Fünf alles mit ihren Stimmen und dem gewaltigen musikalischen Untermalungsrepertoire. Ob "Küssen verboten", "The lion sleeps tonight", "Caravan of Love", "Veronika, der Lenz ist da" oder der "Mann im Mond", bei dem Fenten sogar mit einem großen Halbmond in der Hand auf einer schwarz verhangenen Leiter steht — die Zottels sind in ihrem Element. Jedes Stück aus dem breiten Repertoire der Musiker ist ein Genuss für die Ohren. Selbstkomponiertes fehlt ebenfalls nicht. Der Grefrather Christian Wilke hat komponiert und die Zottels singen. Nicht nur beim eigenen Song "Kirmes" ist jede Menge Gefühl auf der Bühne zu spüren. Zwischen den Liedern, die lockere, flotte Moderation der Fünf, die so manchen herzlichen Lacher im Publikum auslöst. Und als bei den Zugaben zum Schluss "Wer hat an der Uhr gedreht" erklingt, belohnt donnernder Applaus die Zottels und so manch ein Zuhörer fragt sich wirklich, wo die Zeit geblieben ist. Schade nur, das die Albert-Mooren-Halle nicht ausverkauft war. Wer ein Freund von A-Capella-Musik ist und nicht da war, der hat etwas verpasst.

(tref)