Hubertusmarkt füllt die Kempener Altstandt

Hubertusmarkt in Kempen : Der große Tag der Schnäppchenjäger

Am Samstag ist in der Altstadt wieder Hubertusmarkt. Besucher dürfen sich auf ein buntes Angebot freuen.

Von Arbeitssocken bis zur Zipfelmütze, mehr oder weniger nützlichen Haushaltswaren und vor allem vielerlei Wäsche für den Körper, das Bett oder den Tisch – am Samstag, 3. November, haben Besucher in der Kempener Innenstadt beim Hubertusmarkt mal wieder die Qual der Wahl. Das Angebot ist sehr vielfältig. Es gibt beispielsweise einen Fischräucherer, einen Steinhauer und einen Scherenschleifer. Aber auch Kindermode und Haushaltswaren haben die Händler dabei. Stets gut besucht sind auch die Kurzwarenhändler mit ihren bunten Bändern, kunstvollen Spitzen und Nähgarn für jeden Bedarf. Manche steuern auch gezielt den Blumenzwiebelhändler an, der seit Jahren seinen Platz an der Ecke Umstraße/ Engerstraße hat. Hier bekommt man auch ausgefallene Pflanzen und dazu oft noch einen guten Rat für den richtigen Standort und die Pflege. Richtig viel Spaß kann man bei den Marktschreiern genießen, die ihre unbedingt notwendigen Gemüsereiben, Kleber und sonstiges anbieten.

Mehr als 200 Händler hat Marktmeister Herbert Mohn auf dem Buttermarkt, dem Studentenacker, in der Burgstraße, der Engerstraße, der Kuhstraße, der Ellenstraße, der Peterstraße und der Judenstraße verteilt. Viele der Händler, die zumeist aus Deutschland, aber auch aus den benachbarten Niederlanden angereist kommen, sind schon seit Jahren mit von der Partie. Einige kommen schon in zweiter oder dritter Generation nach Kempen, hat Mohn einmal erzählt.

Damit auch keiner hungrig bleibt, bieten verteilt über die Straßen Stände leckere Dinge von herzhaften Dingen über exotische Spezialitäten bis hin zu süßen Sachen an. Für die heimische Küche finden sich auch noch Kräuterstände. Hier lohnt es sich auch immer zu stöbern. Hobbyköche können sich hier richtig gut eindecken.

Der Markt hat eine lange Tradition. Er geht auf die Verleihung der Stadtrechte durch Erzbischof Siegfried von Westerburg am 3. November 1294 zurück. Damit erhielt Kempen weitgehende Rechte. Es konnte die Stelle eines Amtmannes, eines Schultheiß und eines Schöffengerichts eingerichtet werden. Und eben halt auch ein umfassendes Marktwesen entwickelt werden. Dies bestätigte der Erzbischof Dietrich von Moers am 23. August 1444 mit einer Urkunde über die Erlaubnis zu vier Jahrmärkten und zwei Kirmessen. Im Kramermuseum kann man das stattliche Marktkreuz sowie die Urkunde sehen.

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