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Stadt Kempen: "Hubertis" rollen beim Weihnachtsmarkt

Stadt Kempen : "Hubertis" rollen beim Weihnachtsmarkt

Rund um die Pfarrkirche St. Hubertus war am Sonntag jede Menge los. Die St. Huberter hatten einen tollen Markt organisiert.

Es war gestern rund um die katholische Pfarrkirche in St. Hubert richtig was los. Es war zwar kaltes aber klares Winterwetter, als 36 Aussteller, fünf mehr als im Vorjahr, den Weihnachtsmarkt mit allerlei Nützlichem bestückt hatten. Und da geleichzeitig verkaufsoffener Sonntag war, nutzten viele Spaziergänger die Gelegenheit, sich in den Geschäften umzuschauen und sich dabei gleichzeitig etwas aufzuwärmen.

Der von Wolfgang Büscher angeführte Werbe- und Bürgerring hatte mit seinem Team ganze Arbeit geleistet, war bei den optimalen äußeren Bedingungen auch belohnt worden. Glück hatte zu Beginn auch Gerda Reitz. Sie war die Hauptgewinnerin der Kendelkaart-Verlosung, freute sich über 1000 Euro, die Büscher in der Dorfwährung, den "Hubertis", übergab. 500 Hubertis gingen an Sandra von Hippel, 300 an Gabriele Leygraf. Die weiteren Gewinner sind ab heute bei der Floristin Andrea Lohbeck zu erfahren.

Eigentlich hat Herbert Wegert den Beruf des Elektrikers gelernt. In seiner Freizeit bastelt der 79-Jährige in seinem Hobbykeller für den Weihnachtsmarkt unter anderem große Krippen. Sie wurden stark nachgefragt; als Verkäuferin war diesmal seine Tochter Karin Balters im Einsatz.

Uhren, Schmuck, schöne Weihnachtsgestecke oder kunstvolle Tonwaren waren unter anderem im Angebot. Ferner konnte man dem einen oder anderen Handwerker über die Schulter schauen. So schnitt der Junior-Chef der Tischlerei Braun, Gregor Braun, gerade kleine Weihnachtsmänner oder Tannenbäume aus dem Holz.

Hinter der Kirche war eine Festbühne aufgebaut, auf der Vize-Bürgermeister Otto Birkmann den Run auf die Gabentische frei gab. Im Laufe des Tages sangen dort Grundschulkinder und trugen Gedichte vor. Auf der Bühne traten ferner Gospelchor, die Sänger des Quartettvereins auf. Oder da spielte der 30-köpfige Musikverein bekannte Weihnachtslieder wie "White Christmas" oder "Die lustige Schlittenfahrt."

Nicht nur in eigener Sache waren viele Aussteller unterwegs. So verkauften Dominik (16) oder die beiden 15-jährigen Jan und Kai von der Johannes-Hubertus-Förderschule Nisthilfen für Wildbienen oder sichere Feuerschalen. Apropos Feuer: Schornsteinfeger Andreas Bauten informierte unter anderem über da beste Holz für den Kamin: Naturbelassen sollte es sein, auch Holzpresslinge oder Holzpellets könne man verwenden. Aber kein verschmutztes, angestrichenes, verklebtes oder beschichtetes Holz.

Pfadfinder standen in der Weihnachtsbäckerei. Auch der Förderverein des Kindergartens "Lupilus" hatte unter anderem spezielle Kühlschrank-Eulen gebastelt, dies waren Kühlpads für das erste Auftragen bei Beulen. Der Verein "Rabenstark" der evangelischen Gemeinde hatte eine kleine Holz-Werkstatt aufgebaut, in dem zum Beispiel Vornamen in die Frühstücksbrettchen gebrannt werden konnten. Eine andere Privatinitiative verkaufte Plätzchen oder Eierlikör für einen Kindergarten in Südafrika.

Nicht fehlen durfte der Glühwein, mit oder ohne "Schuss", so ausgegeben von der Chefin der "Poststuben", Gaby Poeten. Beim Heimatverein gab es neben den neuen Ansichtskarten den beliebten Kräuterlikör "Weäverdröppke".

Der St. Hubert Fotograf Henri Sontrop sammelte erneut für die Obdachlosenhilfe. Wem es zu kalt war, der war beim KJG-Spiele- und Bücherbasar im Marienheim herzlich willkommen. Und gestern Nachmittag wurde von den Kindern der Nikolaus in der Maske von Siggi Spitz sehnlichst erwartet.

(wsc)