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Kempen: Hohe Kosten spielen mit

Kempen : Hohe Kosten spielen mit

Auf 70 Spiel- und Bolzplätzen, Skater- und Ballanlagen können sich Kinder und Jugendliche in der Stadt Kempen austoben. Sie wendet jährlich 280000 Euro dafür auf. Kontrollen und Paten halten Zerstörungen in Grenzen.

Auf 70 Spiel- und Bolzplätzen, Skater- und Ballanlagen können sich Kinder und Jugendliche in der Stadt Kempen austoben. Sie wendet jährlich 280 000 Euro dafür auf. Kontrollen und Paten halten Zerstörungen in Grenzen.

stadt Kempen Rutschen, Sandkästen, Schaukeln, Turngeräte, Wippen, Balancierelemente, Kletter- und Hangelgerüste, Eisenbahnen und vieles mehr – die Auswahl auf Kempener Spielplätzen ist reichlich und vielseitig. Was Kinder bestätigen: „Am liebsten mag ich die Rutschen, die gibt es fast auf jedem Spielplatz“, sagt die achtjährige Ann. Der Lieblingsspielplatz von Pascal (10) ist am Greifswalder Weg: „Die Reifenschaukel ist echt stark. Mit der kann man sich herrlich rundum schleudern.“

Auch wenn die Stadt ein Haushaltsicherungskonzept fahren muss, so bemüht sie sich, dass die Spielplätze – immerhin sind es allein in Kempen 33 – unter dem Sparzwang nicht leiden müssen. „Es lässt sich nicht vermeiden, dass hier und da mal eine Lücke auftritt, weil ein Spielgerät fehlt. Aber es ist einfach eine Kostenfrage, ein defektes oder altes Gerät sofort zu ersetzen“, erklärt Dieter Adams, Leiter des Grünflächenamts. Nach zehn bis 15 Jahren, je nach Spielgerät, sind sie abgewirtschaftet und müssen ausgetauscht werden.

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Bewährte Patenschaften

Die Neuanschaffung von Spielgeräten schlägt im Jahr mit 13 000 Euro zu Buche, während die Erneuerungen jährlich 27 000 Euro kosten. Insgesamt gibt die Kommune allein für Kontrolle, Wartung, Reinigung und Instandhaltung pro Jahr 242 538 Euro aus. „Seit unsere Ein-Euro-Kräfte die Spielplätze auch in den Abend- und Nachtstunden kontrollieren, ist der Vandalismus wesentlich geringer geworden“, so Kempens Pressesprecher Christoph Dellmans. Hilfreich sind ebenso die Spielplatzpaten. Hier haben Anwohner ein Auge auf die Anlagen und informieren die Stadt, wenn etwas nicht stimmt. „Die Spielplatzpatenschaften werden sehr positiv aufgenommen“, freut sich Adams und hofft auf weitere. Zwölf Paten sind es bislang.

Natürlich werden die Spielplätze auch von der Stadt kontrolliert. Einmal in der Woche finden eine Sichtkontrolle und eine Reinigung der Flächen statt. Jedes Vierteljahr sind eine Intensiv- und einmal im Jahr eine Grundsatzkontrolle angesagt, bei der unter anderem die Fundamente der Geräte überprüft werden. „Das sind gesetzliche Vorgaben, an die sich alle Kommunen halten müssen“, erklärt Adams. Einmal im Jahr wird der Sand erneuert. 250 Tonnen werden jedes Mal ausgetauscht. Der alte Sand wird nicht entsorgt, sondern für die Grünflächen genutzt. „Wir magern damit die Pflanzenflächen auf“, berichtet der Fachmann.

Bolzplatz wird verkleinert

Ein Problem stellt sich allerdings immer wieder: Klagen von Anwohnern gegen Spiel- und Bolzplätze. So wird in diesem Jahr der Bolzplatz in Tönisberg verkleinert, mit schallgedämmten Ballfangzäunen und kunststoffummantelten Stahlseilen ausgestattet anstelle von Aluminiumstäben in den Toren. Das dient der Geräuschdämpfung. Schilder weisen darauf hin, wann gespielt werden darf. „Wir schaffen die Möglichkeit eines absperrbaren Platzes, hoffen aber zunächst, dass sich die Nutzer an die Zeiten halten, ohne das wir abschließen müssen“, so Adams. Kostenpunkt der Aktion: 65 000 Euro. Frage des Tages

(RP)