Stadt Kempen: Hochsensible Kinder nehmen Umwelt anders wahr

Stadt Kempen: Hochsensible Kinder nehmen Umwelt anders wahr

Hochsensible Kinder können es schwer haben: Durch ihr besonders arbeitendes Nervensystem nehmen sie mehr und intensiver wahr als andere Kinder. Sie registrieren Dinge, die andere noch nicht einmal wahrnehmen, und beschweren sich beispielsweise über Nähte in den Socken, kratzende Etiketten oder Gerüche. Die Reaktionen auf die Reizüberflutung sind unterschiedlich. Manche Kinder ziehen sich zurück, andere entwickeln Ängste, Hemmungen oder Schlafstörungen.

Wieder andere fallen durch Unruhe, Aggressivität oder Verweigerung auf. Häufig kommt es zu der Verdachtsdiagnose AD(H)S, obwohl es sein kann, dass das Kind nur hochsensibel ist. Schätzungsweise 15 bis 20 Prozent aller Menschen weisen dieses Merkmal auf. Bei einem Vortrag der Volkshochschule Viersen klärt die Leiterin des Gesprächskreises Hochsensibilität im Kreis Viersen über diese Disposition auf. Er findet am Montag, 19.

Oktober, um 19 Uhr in der Burg Kempen statt. Die Referentin Nicole Wolters zeigt die Merkmale hochsensibler Kinder auf und gibt einen ersten Einblick, was Eltern, Erzieher und Betreuer tun können, um auf die besonderen Bedürfnisse hochsensibler Kinder einzugehen. Um telefonische Reservierung wird gebeten unter 02162 93480.

(RP)
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