Gemeinde Grefrath: Heimatverein: Denkmal soll vor dem Eisstadion stehen

Gemeinde Grefrath : Heimatverein: Denkmal soll vor dem Eisstadion stehen

Gesucht wird ein neuer Standort für die Grefrather Eisläufer-Skulptur. Sie musste an der Bahnstraße einem Neubau weichen.

Im Vorfeld des Neubau an der Bahnstraße musste das dort postierte Denkmal - der Eisläufer - von seiner Planstelle weichen. Der Heimatverein wurde bereits mehrfach darauf angesprochen. Seiner Meinung nach befindet sich die Skulptur schon zu lange in der Obhut des Bauhofs und harrt ihrer Wiederaufstellung an einem alternativen Standort. Die Verwaltung habe auf Anfrage mitgeteilt, das könne noch dauern.

Der Heimatverein hat diese Verzögerung zum Anlass genommen, unter den Mitgliedern ein Stimmungsbild einzuholen. In einem ersten Schritt bat der Vorstand um Vorschläge, wo das Denkmal künftig seinen Platz finden solle. Eine große Mehrheit plädierte für die Fläche direkt vor dem Eisstadion. Das war einer von fünf potenziellen Plätzen, die sich aus den Rückmeldungen der Vereinsmitglieder und anderer Grefrather ergaben. Abstimmen konnten jedoch nur die Mitglieder, und zwar anonym per E-Mail

Auf Platz zwei hinter dem Eisstadion kamen mit deutlichem Abstand der Kreisverkehr zwischen Grefrath und Mülhausen (24 Prozent), die Grünfläche an der Ecke Schanzenstraße / Stadionstraße (17) und die Fläche vor dem neuen Eingangsgebäude des Freilichtmuseums. Vollkommen ohne Fürsprecher blieb der Schwingbodenpark.

Der Vorstand des Heimatvereins ist sich durchaus darüber bewusst, dass die Abstimmung keinen repräsentativen Charakter hast. "Gleichwohl fühlen wir uns an das eindeutige Votum unserer Mitglieder gebunden und präferieren eine Aufstellung vor dem Eisstadion", sagt Vorsitzender Volker Delschen. Dort könnte die Plastik eine ähnliche Wirkung erlangen, wie zuvor auf der großen Wiese des "Platz an der Freiheit". Ungeachtet des neuen Standorts hält der Heimatverein eine baldige Entscheidung und Umsetzung geboten.

Das Denkmal musste weichen, weil dort Platz für ein Mehrfamilienhaus der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft geschaffen werden musste. Dessen Grundstein wurde kurz vor Ostern gelegt. Dort entstehen 18 öffentlich geförderte Wohnungen. Im September kommenden Jahres sollen - so der aktuelle Plan - die ersten Mieter einziehen.

(hd)
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