Hauptversammlung Heimatverein St. Hubert: Applaus für Werner Bovenschen

St. Hubert : Heimatverein: Applaus für „Urgestein“ Bovenschen

Den Applaus hatte sich Werner Bovenschen verdient. Das 75-jährige „Urgestein“ des Heimatvereins St. Hubert hatte gerade bei der Hauptversammlung vom Vorsitzenden Josef Güldenbog die Urkunde für seine Ehrenmitglied­schaft bekommen.

Der langjährige 2. Vorsitzende, ein echter „Hüpperscher Jong“, kandidierte wie angekündigt nicht mehr. Seinen Part übernahm Frank Schubert (60), der bislang für den Vertrieb des „Hubertus-Boten“ zuständig war.

Frank Schubert tritt in große Fußstapfen. Denn sein Vorgänger, der dem Heimatverein seit 42 Jahren angehört, hat einiges in Bewegung gesetzt, nicht nur durch seine vielen Dokumentationen vom alten Dorfleben, die unzähligen Führungen durchs Weberhaus oder über das Berfes-Gelände. Allerdings geht Bovenschen nicht so ganz, er sagte seine Unterstützung bei Bedarf zu. Jedenfalls wird jetzt Güldenbog, der einstimmig wiedergewählt wurde und seit 2008 Vorsitzender ist, die Führungen übernehmen. Interessierte, ob Kindergartengruppen, Schulklassen oder andere Gemeinschaften, können sich bei ihm unter Telefon 02152 7500 melden.

Einmal mehr waren es nicht nur die Regularien, die die über 60 Mitglieder (von rund 1500) interessierten. Aus einem Krefelder Seniorenstift war sogar der 95-jährige ehemalige St. Huberter Hans Derpkens dabei, der die Heimatfreunde früher oft tatkräftig unterstützt hatte. Alle sahen sich mit großem Interesse einen einst von Heinz van Beek gedrehten Film an. Frank Schubert hatte daraus eine etwa einstündige Kurzfassung gemacht. Der Streifen dokumentierte, was vor der Jahrhundertwende im Kendeldorf los war, draußen in Flora und Fauna, aber auch in den damaligen Vereinen und Gemeinschaften von der Feuerwehr bis zur Mai-Gesellschaft.

In seinem Rückblick stellten Güldenbog und Bovenschen die vielen Ereignisse nicht nur im Weberhaus, in dem es 2018 außerdem zu fünf Trauungen gekommen war, heraus. Natürlich hatte es auch wieder das besondere Nikolausgeschenk für den Ortsteil gegeben, diesmal waren einige Stromkästen künstlerisch gestaltet worden. Außerdem hatte der Verein die Beleuchtung am Kreisverkehr Hülser Landstraße/Tönisberger Straße instandgesetzt und einige Heiligenhäuschen beziehungsweise Fußwallfahrtsstationen ausgebessert. Nach wie vor erscheint seit November 1966 Monat für Monat der Hubertus-Bote, der auch von ehemaligen St. Hubertern in vielen Ländern gelesen wird.

 Ein Präsentkorb ging für seine 25-jährige Vorstandsarbeit an Kassierer Theo van der Bloemen. Erneut das Vertrauen der Mitglieder bekamen Hans-Josef Calaminus (stellvertretender Kassierer), Carola Harmuth (Beisitzerin, zuständig für Archiv und Internet) sowie Angelika Woehlke (stellvertretende Geschäftsführerin). Neu im Vorstand ist als Beisitzer Theo Pricken, der aber schon seit etwa einem Jahr kommissarisch mitgearbeitet hat. Mit dabei ist der Heimatverein am Sonntag, 19. Mai, bei den landesweit stattfindenden Tagen der offenen Gartenpforte. Das Weberhaus ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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