GWG Kreis Viersen baut am Heyerdrink in Kempen

Kempen : Schlüsselübergabe am Heyerdrink

Der erste von vier Neubauten, die die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GWG) für den Kreis Viersen in der Kempener Innenstadt baut, ist bezugsfertig. Anfang März ziehen dort die ersten Mieter ein.

Die künftigen Bewohner waren am Donnerstag zur symbolischen Schlüsselübergabe eingeladen. Viele von den zehn Mietern kennen ihre kleinen Wohnungen schon, haben die Räume schon ausgemessen, um Möbel etwa für die Küche bestellen zu können. Denn viele der neuen Bewohner des ersten fertig gestellten Wohnhauses am Heyerdrink in der Kempener Innenstadt werden bereits zum 1. März einziehen.

Dass sie dann noch geraume Zeit Baulärm und Dreck ertragen müssen, schreckt sie nicht. Im Gegenteil: Sie freuen sich auf ihr neues Zuhause in zentraler Lage. In wenigen Minuten ist man von hier aus in der Altstadt. Bis Ende 2020 sollen drei weitere Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Die Arbeiten für die Tiefgarage im vorderen Teil des Grundstücks, das die GWG vor Jahren von der Stadt Kempen kaufte, sind in vollem Gange.

Vertreter der GWG – darunter Vorstand Michael Aach (4.v.r.) und Landrat Andreas Coenen (2.v.l.) – bei der symbolischen Schlüsselübergabe an die neuen Mieter des ersten Wohnhauses. Einige Bewohner ziehen Anfang März ein. Foto: Wolfgang Kaiser

Für die GWG ist das Bauvorhaben am Heyerdink das derzeit größte Projekt, wie der Vorstandsvorsitzender der kreiseigenen Wohnungsgesellschaft, Michael Aach, betonte. Rund 13,5 Millionen Euro werden in den Bau von insgesamt 59 Mietwohnungen investiert. Davon sind 31 Wohnungen öffentlich gefördert. Landrat Andreas Coenen, Co-Vorstand der GWG, erklärte, dass dieses Projekt ein erster Beitrag der GWG sei zur Lösung des in Kempen besonders drängenden Problems, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Seit 2016 hat die GWG neben dem Bau von Wohnhäusern für Flüchtlinge etwa 300 zusätzliche Wohneinheiten geplant und gebaut – schwerpunktmäßig in Kempen, Grefrath, Willich und Meerbusch. Auch für die künftige Wohnbauentwicklung in Kempen sieht sich die GWG als Partner der Stadt. Erste Gespräche hat es bereits gegeben. Bürgermeister Volker Rübo begrüßt die Bereitschaft des Unternehmens, sich auch im geplanten Wohnquartier im Kempener Westen mit Mietwohnungsbau beteiligen zu wollen. Auch im Neubaugebiet „Auf dem Zanger“ in St. Hubert könnte die GWG Partner für Mehrfamilienhäuser sein, meinte Rübo.

Zurück zum Heyerdrink: Der erste GWG-Neubau mit zehn frei finanzierten Mietwohnungen für Senioren und Singles umfasst zehn Wohnungen. Sie sind alle bereits vergeben. Kein Wunder: Der Mietpreis beträgt 7,50 Euro pro Quadratmeter, für Kempen ein durchaus günstiger Mietzins. Mit den 49 weiteren Wohneinheiten, verteilt auf drei andere Mehrfamilienhäuser, geht es nun weiter. Sie sind vor allem für junge Familien und Senioren vorgesehen. Die 31 öffentlich geförderten Wohnungen werden zu einem Quadratmeterpreis von 5,05 Euro vermietet. Der Kreis Viersen hatte die GWG bei der Erlangung öffentlicher Fördermittel für das Vorhaben unterstützt. Der gesamte Komplex, geplant von dem Kempener Architekturbüro Udo Thelen und gebaut von der Tönisberger Baufirma Matthias Thelen, soll Ende 2020 fertiggestellt sein.