1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen: Gute Bücher zu günstigen Preisen

Stadt Kempen : Gute Bücher zu günstigen Preisen

Die Tische im Rathausfoyer waren beim Büchertrödelmarkt der Kempener Gruppe von Amnesty International vollgeladen, und weitere Kisten standen schon die Käufer unter den Tischen bereit. Die Bandbreite war groß.

Den Markt würde auch das Ehepaar Janssen aus Wachtendonk vermissen. Ihre Kinder sind schon groß, also geht es erst in zwei Wochen mit dem Wohnmobil los. Bei Trödel decken sie sich mit Urlaubslektüre ein. Bereitwillig lassen sie den Blick in die mitgebrachten Leinenbeutel zu. Bei ihr finden sich vor allem Romane und Krimis, bei ihm neben spannender Lektüre auch Sachbücher. Biografien von Politikern hat er sich in diesem Jahr ausgesucht. Die beiden geben gleich eine gute Idee weiter. Auf vielen Campingplätzen gibt es Bücherregeale in den Gemeinschaftsräumen, in die man Bücher, die man nicht mit wieder mitnehmen möchte, hinein stellen kann.

Anna Lukas stöbert gerade bei den Kinderbüchern. Ihre Kinder sind sieben und zwölf Jahre alt, da braucht es Nachschub im Regal. Sie steht gerade erst am Anfang und hat schon einiges gefunden. Bei Preisen von 50 Cent für das Taschenbuch, einen Euro für ein gebundenes Buch und 1,50 Euro für einen Bildband fällt ihr wie auch den vielen anderen Besuchern die Wahl nicht schwer. Ingo Bauer trägt schon einen ganzen Stapel Science-Fiction-Romane auf dem Arm. Er mag es vor allem spannend. Derweil sortiert Hubert Lowis von der Amnesty-Gruppe Nachschub aus den Kisten ein. Hin und her läuft er, um die passenden Sachen zusammen zu stellen. Beschriftete kleine Brettchen zwischen den Büchern erleichtern das Finden des bevorzugten Genres.

  • 75 Jahre Rheinische Post : 1946 — ein ereignisreiches Jahr auch in Kempen
  • Heike Kasch erlebt in ihren Seminaren
    Integrationsagentur der Diakonie Düsseldorf : Wie Bücher im Kampf gegen Rassismus in Kitas helfen können
  • Ludger Wittenhorst macht die nächste Fuhre
    Themenwoche Was wir essen : Seit 1986 überzeugt von „Bio“

Theaterwissenschaftler Uli Hermanns bedauert, dass das Angebot nicht mehr so gut ist wie vor einigen Jahren. Da hat er noch richtige Besonderheiten zwischen der normalen Literatur gefunden, erzählt er. Gleichwohl liebäugelt er gerade mit einem schönen Bildband über die Kunstwerke von Paul Klee. Dankbar sind viele, dass ein Extratisch bereit steht, auf dem man schon einmal einen Stapel mit seinen Funden ablegen kann. Mit zwei freien Händen lässt es sich besser aussuchen. Ein ganz anderes Problem hat Hartmut Enges. Er ist vom Büchertrödel schlicht überrascht worden. Nun hat er jede Menge Bücher, aber nichts, um sie zu verpacken. Aber auch hier gibt es Hilfe. Einige Kartons sind ja schon leer und so kann er seine Schätze da hineinpacken.

(sr)