1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Gutachten zum aktuellen Zustand des Kolpinghauses Kempen liegt vor

Gutachten liegt vor : Fraktionen diskutieren über Zukunft des Kolpinghauses

Ein Gutachten zum aktuellen Zustand liegt vor. Wie es mit dem Kolpinghaus weitergehen soll, muss die Politik entscheiden. Der Saal wird von vielen Kempener Vereinen genutzt.

Die Politik in Kempen wird sich in den kommenden Wochen mit der Frage auseinandersetzen müssen, was aus dem Kolpinghaus an der Peterstraße werden soll. Der Komplex umfasst drei Gebäudeelemente mit Restaurant, Hotel und Veranstaltungssaal. Ein Teil des Komplexes ist denkmalgeschützt. Das Gebäude an der Peterstraße 24 wurde im Jahr 1789 von dem Kaufmann Franz Lambertz errichtet, 1983 wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

Für Kempen hat der gesamte Komplex eine große Bedeutung – nicht nur, weil es mit Hotel und Restaurant Platz für Gäste bietet, sondern auch deshalb, weil der Saal von vielen Vereinen und Gruppen für Veranstaltungen genutzt wird. Doch das Kolpinghaus ist in die Jahre gekommen, Sanierungen und Modernisierungen sind notwendig. Dazu liegt nun ein Gutachten vor, das dem Wirtschaftsausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung präsentiert wurde. Die Öffentlichkeit war dabei ausgeschlossen, „weil es um ein Wertschöpfungsgutachten ging, in dem auch Vertragsdetails enthalten waren“, so Stadtsprecherin Johanna Muschalik-Jaskolka. Der Gutachter habe verschiedene Wege aufgezeigt – wie es mit dem Kolpinghaus weitergehe, müsse die Politik entscheiden. Im Ausschuss sei der Bericht über den aktuellen Zustand des Kolpinghauses lediglich zur Kenntnis genommen worden, da er der Einstieg in die weitere Planung sei, so die Stadtsprecherin.

  • Kipfelsbergers machten aus dem ehemaligen Hotel
    Übernachtungen in Kempen : Kipfelsbergers verlassen das Hotel Papillon
  • Das Garde- und Schautanzfestival der Narrenzunft
    Wegen Corona : Narrenzunft sagt Gardefestival in Oedt ab
  • In den Restaurants und Gaststätten kontrollieren
    Neue Corona-Schutzverordnung in Wermelskirchen : Gastronomen stemmen die Kontrollen

Zunächst wollen nun die Fraktionen über das Thema beraten, in einer der nächsten Sitzungen des Wirtschaftsausschusses soll dann das Thema Kolpinghaus wieder auf die Tagesordnung kommen. Viele Fragen sind damit verknüpft, die sich auch die Politik stellen wird: Soll das Kolpinghaus zurückgebaut werden oder soll man es komplett sanieren? Was kostet das? Oder sollte man es besser verkaufen? Wo ließen sich noch größere Veranstaltungen durchführen, wenn das Kolpinghaus nicht mehr zur Verfügung stünde?

Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten sind im ganzen Haus nötig, „das geht querbeet durch Hotel, Saal und Restaurant“, sagt Muschalik-Jaskolka, „überall ist was zu tun.“ Auch der Brandschutz ist ein wichtiges Thema. Nach einer Begehung habe der Pächter bereits Ende 2020, Anfang 2021 Verbesserungen in Sachen Brandschutz vorgenommen. Durch die bislang schon vorgenommenen kleineren Maßnahmen könnten nun auch die für den Winter geplanten Veranstaltungen weiterhin durchgeführt werden, so die Stadtsprecherin – ob Veranstaltungen stattfinden, hängt derzeit allerdings nicht vom Zustand des Kolpinghauses ab, sondern von der Entwicklung der Corona-Pandemie.

Was die komplette Sanierung des Kolpinghauses kosten könnte, dazu gebe es noch keine konkrete Kalkulation, so Muschalik-Jaskolka, „das ist jetzt erstmal eine erste Bestandsaufnahme.“ Entsprechend habe die Stadt auch noch nicht geprüft, ob sie zur Finanzierung beispielsweise Fördermittel beantragen könnte.

(biro)