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Grüne wollen Schulcampus-Frage in Kempen nicht hinauszögern

Diskussion in Kempen : Grüne wollen Schulcampus-Frage nicht hinauszögern

Nach den Ferien soll die Machbarkeitsstudie zum Schulcampus vorliegen. Zwei Wochen haben die Fraktionen dann Zeit für die politische Beratung. Für die SPD ist das zu wenig. Die Grünen sehen das anders.

Die Grünen in Kempen kritisieren die Forderung der SPD, für die politische Beratung zum Schulcampus mehr Zeit zu bekommen und die Bürgerschaft einzubinden. Nach ihrer Sommerfraktionstagung am Wochenende hatte die SPD mitgeteilt, dass die Machbarkeitsstudie den Fraktionen nach den Sommerferien vorgelegt werden solle, eine Entscheidung Ende August getroffen werden solle. Nach Einschätzung der SPD ist das zu kurzfristig. „Eine wirkliche Beratung dieses wichtigen Vorhabens kann nicht stattfinden. Eine politische Diskussion in den Fachausschüssen ist nicht vorgesehen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Gareißen dazu.

Für die Grünen seien 14 Tage ausreichend, teilte Grünen-Fraktionschef Joachim Straeten nun mit. Man sehe sich „durchaus in der Lage, mit einem 14-tägigen Vorlauf eine Entscheidung über den Standort für den Neubau der Gesamtschule zu treffen.“ Die Grünen hätten nicht nur die Prüfung eines alternativen Standorts für den Neubau beantragt, sondern auch einen Standort vorgeschlagen. Straeten: „Vor dem Hintergrund, dass die Aufgabe des Ludwig-Jahn-Sportplatzes schwer zu verkraften ist, haben wir mit den Kempener Bürgern bereits am 21. Juli 2020 in der Fußgängerzone das Thema ,Schulcampus Kempen gestalten und Ludwig-Jahn-Sportplatz erhalten’ mit großer Resonanz diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze weiterentwickelt und an die Verwaltung weitergegeben. Das ist es, was wir unter Beteiligung unserer Bürgerschaft verstehen.“ In der Folge habe Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos) alternative Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben mit dem Ziel, den Schulcampus so zu entwickeln, dass der Sportplatz erhalten bleibe.

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Dass die Studie laut SPD der Verwaltung angeblich seit Wochen vorliege, „irritiert uns in diesem Zusammenhang sehr“, so Straeten. Der Fahrplan sei vor der Sommerpause vorgestellt worden und dass die finale Erarbeitung der Studie im August vorliege. Straeten: „Hier können wir bei der Verwaltung keine Intransparenz erkennen, sondern ein seriöses, der Bedeutsamkeit angemessenes Erarbeiten einer differenzierten Machbarkeitsstudie.“ Sie solle den Ratsmitgliedern eine fundierte Entscheidung ermöglichen.

Die SPD fordert, vor der Entscheidung eine Info-Veranstaltung für Bürger, Sportvereine und Schulen durchzuführen. Eine erneute Bürgerbeteiligung mache keinen Sinn, sagt hingegen Grünen-Fraktionsvorsitzender Straeten, „da alle Beteiligten – Schulen, Sportvereine, Anwohner – schon seit langem in den Planungsprozess einbezogen sind. Eine endgültige Entscheidung über den Standort solle nicht noch weiter hinausgezögert werden, um Planungssicherheit zu schaffen.

(biro)