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Grüne Woche: Vermarkter aus Grefrath, Tönisvorst und Willich in der App der IGW

Landwirte in Grefrath, Tönisvorst und Willich : Kartoffeln, Möhren und Milch aus der Region in einer App

Die Internationale Grüne Woche findet seit 95 Jahren in Berlin statt — musste wegen der Corona-Pandemie aber dieses Mal ausfallen. Jetzt präsentieren sich die Aussteller nur digital in einer App.

90 Betriebe aus NRW präsentierten sich in diesem Jahr bei der Internationalen Grünen Woche (IGW) nur digital. Zwar konnte die Messe nicht wie sonst stattfinden, aber die Nachfrage nach regionalen Produkten ohne lange Anfahrtswege wächst stetig. Der Kochboom zu Corona-Zeiten und die Nachfrage nach frischen Produkten spielt auch eine große Rolle. In einer App sind die Betriebe auch weiterhin zu finden.

Obwohl der Kartoffelhof Sieben in Tönisvorst nur einen kleinen Werbeetat hat, sind Hans-Leo Sieben und seine Frau gerne zur Grünen Woche in Berlin gefahren, um die Kartoffeln des landwirtschaftlichen Betriebs an der Spree in der NRW-Halle zu präsentieren und den Hof auch jenseits des Niederrheins bekannt zu machen. „Zwei Tage lang haben wir am Stand des Netzwerks Agrobusiness Niederrhein unsere regionalen Produkte im vergangenen Jahr präsentiert, Rezepte rund um die Knolle verteilt und Kartoffelschnaps ausgeschenkt“, erzählt Hans-Leo Sieben. Doch in diesem Jahr fand die 1926 ins Leben gerufene IGW an zwei Tagen nur in digitalen Formaten statt.

Kartoffelhof Sieben und auch Brocker Möhren aus Schiefbahn sowie die „Die faire Milch Grefrath“ blieben der IGW dennoch treu. „Die faire Milch“ ist eine Marke der deutschen Milchbauern und sorgt sich darum, dass die am Programm teilnehmenden Bauern einen fairen Lohn erhalten. Auf Milchpreise machen sie in diesem Jahr nicht vor Ort in der Bundeshauptstadt sondern digital aufmerksam.

Prokurist Johannes Blum vom Möhrenerzeuger Brocker in Willich freut sich schon auf die IGW 2022: „Dann können wir wieder Möhrensaft vor Ort servieren“, sagt er. Die Firma Brocker, die ihre Produkte regional und national vermarktet, zeigte sich in der Vergangenheit immer am Stand des Landes NRW.

Für die Betriebe aus der Region ist ihre App-Präsenz in Corona-Zeiten wichtig, um auch auf diesem Weg den Kontakt zu den Kunden und Endverbrauchern zu halten. „Gegessen wird immer“, sagt Johannes Blum scherzhaft. Dennoch müssen die Verbraucher wissen, dass die Landwirte sich auch in den Zeiten von Lockdown und abgesagten Präsenzveranstaltungen um das leibliche Wohl der Verbraucher kümmern, meint er.

Über die Messe-App können sich Kunden auch nach der IGW über den Betrieb und die Produkte informieren sowie Kontakt aufnehmen. In den Appstores von Apple- und Android-Smartphones ist die App zur NRW-Halle auf der IGW unter folgenden Stichpunkten zu finden: NRW Halle und Grüne Woche. Auf einer interaktiven Karte können auch die Standpositionen des bisherigen Messeauftritts abgerufen werden. Näheres gibt es im Internet unter www.gruenewoche.de.