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Grüne in Grefrath: Neue Gesichter für die Kommunalwahl

Kommunalwahl 2020 in Grefrath : Neue Gesichter für die Kommunalwahl bei den Grünen

Zur Vorbereitung auf die Kommunalwahl am 13. September haben sich die Grefrather Grünen getroffen. Sie werden mit einigen neuen Köpfen an den Start gehen. Einstimmige Unterstützung gab es für den Bürgermeisterkandidaten Jens Ernesti.

Die Grefrather Grünen haben im Oedter Ratssaal ihr Team für die Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Zur Versammlung waren neun der 19 Mitglieder des Ortsvereins gekommen. Nicht anwesend waren die beiden Sprecher Miriam Battistiol und Sebastian Wulf. Daher leitete Kassierer und Ratsherr Marcus Lamprecht die Sitzung.

Am 13. September gehen die Grünen mit einigen neuen Köpfen an den Start. Marcus Lamprecht freute sich, dass die Reserveliste mit 16 Kandidaten 50 Prozent größer sei als bei der vorangegangen Kommunalwahl. In allen 16 Grefrather Bezirken tritt ein Kandidat der Grünen an. Die Abstimmungen zu den Direktkandidaten in den Wahlbezirken und zur Reserveliste erfolgten ohne Gegenstimmen und nur mit vereinzelten Enthaltungen.

Gleich auf Platz eins der Reserveliste ist ein neuer Name zu finden, zumindest was die Kommunalpolitik betrifft. Monika von Söhnen ist in Grefrath durchaus bekannt, unter anderem als Leiterin des Sozialpsychiatrischen Verbundes, Haus an der Dorenburg, und Mitinitiatorin der Grefrather Tafel. Bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten hätte sie manches Mal gerne einige Ideen umgesetzt gesehen. Daher habe sie sich entschieden, in die Kommunalpolitik zu gehen. Sie kandidiert dazu direkt im Wahlbezirk Grefrath 2070 (Mäurershaus).

Auf den Plätzen zwei bis vier sind mit Marcus Lamprecht, Maren Rose-Hessler und Andreas Sonntag bekannte Gesichter im Gemeinderat zu finden. Es folgen Heidrun Jäger, Markus Winkler (ebenfalls Ratsmitglied), Janina Hackl, Sebastian Wulf, Susanne Freiheit, Karsten Hessler, Heike Tüshaus, Dietrich Busse, Miriam Battistiol, Oliver Heinz-Battistiol, Mechthild Reiners und Markus Jung. Bei der Kommunalwahl 2014 hatten die Grünen mit rund 13 Prozent Wählerstimmen fünf Sitze im Rat erreicht.

Nicht auf der Liste, wohl aber bei den Kandidaten für die Wahlbezirke ist ein vertrauter Name zu finden – allerdings aus einer anderen Partei. Der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende Jochen Monhof hatte im Juli 2019 sein Amt niedergelegt und war im Streit über den Bürgermeisterkandidaten der SPD aus der Partei ausgetreten. Er hatte sich dafür ausgesprochen, den Grefrather Wirtschaftsförderer und unabhängigen Kandidaten Jens Ernesti zu unterstützen. Dann hatten der SPD-Vorstand aber entschieden, Roland Angenvoort ins Rennen zu schicken. Nun kandidiert Jochen Monhof also für seinen „alten“ Wahlkreis 2040 (Bauhof) für die Grünen.

Einstimmige Unterstützung gab es von den Grünen für den Bürgermeisterkandidaten Jens Ernesti. Ernesti war bis Oktober 2017 Fraktionsvorsitzender der Grünen. Dann wurde er Wirtschaftsförderer der Gemeinde und legte infolgedessen seine politischen Ämter nieder. Trotz Parteizugehörigkeit geht er als unabhängiger Kandidat ins Rennen, wie er bei der Parteiversammlung noch einmal betonte. Er wolle nicht für Einzelinteressen stehen, sondern Bürgermeister aller Bürger sein. Als eine der großen Herausforderungen betrachte er die Klimakatastrophe und das Auseinanderdriften der Gesellschaft, nannte aber auch viele Grefrather Themen, die er angehen wolle. Die Klammer um alles sei die Frage: „Wo wollen wir als Gemeinde hin?“ Grefrath stehe vor großen Herausforderungen, habe aber auch viel Potenzial. Die Bürger hätten viele Ideen. Dafür kann er sich eine Grefrather Plattform vorstellen, durch die Ideen besser kommuniziert werden können.