Stadt Kempen: Grüne fordern Projekte gegen Insektensterben

Stadt Kempen : Grüne fordern Projekte gegen Insektensterben

Bei einer öffentlichen Diskussion mit Experten am kommenden Montag, 7. Mai, soll das Thema vertieft werden.

Die Kempener Grünen blicken mit Sorge auf das Insektensterben und fordern eine umweltpädagogische Vermittlung. Parteimitglieder hatten bereits Mitte April mit einem Info-Stand auf der Engerstraße in Kempen gemeinsam mit Vertretern der Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) und des Imkervereins über die Problematik informiert.

Vertieft werden soll das Thema bei einer Diskussionsveranstaltung am kommenden Montag, 7. Mai, ab 19 Uhr im Restaurant "Ela" in Kempen, Ellenstraße 6. Die Grünen haben dazu Paul-Christian Küskens, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, Bernd Lüttgens, stellvellvertretender Geschäftsführer des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV), Heinz Tüffers vom Nabu Nettetal und Hermann Diedrich, Ehrenvorsitzender des Kreisimkervereins, eingeladen. Die Moderation übernehmen Nicole Brumme und Ute Straeten vom Grünen-Ortsverband. Außerdem sollen Tipps zum Gegensteuern im eigenen Umfeld gegeben werden.

Dem immer stärkeren Insektensterben möchten die Grünen durch weitere Aktivitäten entgegenwirken. Wie zahlreiche Studien, zuletzt die des Enthomologischen Vereins Krefeld, dokumentieren, sterben zahlreiche Insektenarten aus oder ihre Population sinkt extrem. "Das Insektensterben ist in mehrerer Hinsicht mit Sorge zu betrachten. So sind die Insekten unter anderem natürliche Schädlingsbekämpfer und als Pflanzenbestäuber unverzichtbar", so die Ortsverbandsvorsitzende Nicole Brumme.

Für die Kempener Grünen ist es daher besonders wichtig, schon bei Kindern mit einem pädagogischen Ansatz auf das Thema aufmerksam zu machen, ähnlich den Aktivitäten des Nabu in Wililch etwa mit der Eva-Lorenz-Station. Die Kempener Grünen fordern, dass besonders in Schulen und Kitas über die nachhaltige Entwicklung aufgeklärt wird. "Hierzu sollen beispielsweise Blüh-angebote verteilt und sogenannte Insektenhotels geschaffen und gefördert werden", so Nicole Brumme. Diese Insektenhotels könnten zum Beispiel direkt in den Schulen, Kitas oder im Berufskolleg gebaut und dort aufgestellt werden. Dazu könnten die Schulen mit dem Nabu zusammenarbeiten. So würde das Verständnis für das Ökosystem gestärkt, schlägt die Ortsverbandsvorsitzende Monika Schütz-Madré vor.

(rei)