Großer Zapfenstreich der Schützen auf dem Kempener Kirchplatz

Kempen: Großer Zapfenstreich auf dem Kirchplatz

Der Bezirksverband der Schützen besteht seit 90 Jahren. Viele Gäste kamen zu den Feierlichkeiten.

Mucksmäuschenstill war es am Sonntagabend auf dem Kempener Kirchplatz. Umrahmt von Fackeln, die die Feuerwehrkameraden trugen, bot sich unter großer Publikumsbegleitung ein imposantes Bild. Die musikalischen Leiter des Trommler- und Pfeiferkorps’ Schmalbroich (Patrick Nelleßen) und des Musikvereins „Lyra“ Wachtendonk (Christoph Niersmann) spielten mit ihren Musikern den Großen Zapfenstreich und gratulierten auf diese Art dem Bezirksverband Kempen zum 90-jährigen Bestehen.

Uli Loyen (Vorst), der den Dachverband mit seinen 14 Bruderschaften seit 2015 anführt, war überwältigt von der Resonanz. Nicht nur, dass alle Bruderschaften teilweise große Abordnungen geschickt hatten, so die zwei Vereinigungen aus Schmalbroich (Strümpsche St. Benediktus und die Stefanus Bruderschaft) und Vorst (St. Sebastianus), sondern dass nach dem Festakt in der schon vollbesetzten Propsteikirche St. Mariae Geburt sich neben den 300 Schützen rund 500 Zuschauer das besondere Zeremoniell mit der Deutschen Nationalhymne nicht entgehen lassen wollten.

Als Moderator erklärte dabei der Vorsitzende des Vorster Heimatvereins, Karl-Heinz Köhler, in bekannt lockerer Art, in Hoch- und Plattdeutsch, das Ereignis. Traditionsgemäß begann der Zapfenstreich mit drei Serenaden. Dazu gehörte unter anderem das „Rock Me“, das sich der amtierende Bezirkskönig Karl-Heinz Schmitz gewünscht hatte.

Inmitten der vielen Beobachter und „Zaungäste“ entdeckte Uli Loyen den 89-jährigen Ex-Bürgermeister und Kempener Ehrenbürger Karl-Heinz Hermans. Beim Applaus des Publikums kam Hermans dann mit auf die Ehrentribüne. Man traf dort unter anderem Bürgermeister Volker Rübo, seinen Stellvertreter Otto Birkmann, Vertreter des Diözesanverbandes, Bezirksbundesmeister auch von benachbarten Bezirken und weitere wichtige Begleiter der Schützen wie Theo Kother, Toni Wylegala, Jürgen Prießen, Johannes Tölkes oder Johannes Ingendae.

  • Kempen : Bezirksverband der Schützen feiert Jubiläum

Bereits vor der Eucharistiefeier mit Pfarrer Wolfgang Acht („Lyra“ Wachtendonk sorgte da bereits für die musikalische Gestaltung) war in der katholischen Kirche Uli Loyen kurz auf die 90-jährige Geschichte des Bezirksverbandes Kempen eingegangen. Dieser hatte sich am 7. Oktober 1928 gegründet.

Der Vorster Uli Loyen äußerte dabei seinen großen Wunsch: „dass zukünftig immer Frauen und Männer bereit sind, für die Schützenbruderschaften einzutreten, und sich besonders der Schützenjugend annehmen.“

Die Musiker und Fackelträger begleiteten dann den Pulk der Schützen zum Ehrenmal an der Ellenstraße. Uli Loyen, sein Stellvertreter Herbert Nopper und Bezirkskönig Karl-Heinz Schmitz legten in Erinnerung an die toten Schützen aus den Bruderschaften des Bezirksverbandes einen Kranz nieder, auch als Würdigung und in Anerkennung ihres Engagements und ihrer Verdienste.

Mit schwungvoll klingendem Spiel ging es dann durch den Ort zum Kolpinghaus, in dem das Jubiläum in geselliger Runde ausklang. Uli Loyen zusammenfassend, noch immer beeindruckt von der Resonanz, an die Vertreter der Bruderschaften: „Es macht Spaß und Freude, euer Bezirksbundesmeister sein zu dürfen.“

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