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Großer Andrang beim City-Fest in Grefrath

Show, Tanz, Musik, Beisammensein : Grefrather City-Fest mit irischen Klängen

Initiiert von der Werbegemeinschaft Intakt feierte Grefrath nach zwei Jahren Pause wieder das City-Fest. Am Samstagabend und am Sonntag drängten sich die Menschen in der Grefrather Innenstadt freuten sich über Show, Tanz und Musik.

„Wo ist denn die Oma?“, fragte eine junge Dame. Sie schaute sich suchend um, zwei Gläser Limonade in den Händen, aber in dem Getümmel war Oma so schnell nicht zu finden. Einige Meter weiter lief Nadja über einen roten Teppich und präsentierte die Bluse in Pink und Orange: Modenschau auf dem dem Grefrather Markt. Da wollte jeder genau hinschauen, um zu wissen, was gerade en vogue ist.

Strahlender Sonnenschein beim Grefrather City-Fest: Die Innenstadt von Lobbericher Straße bis Bergerplatz war für den Autoverkehr gesperrt, die Menschen drängten sich an den Verkaufsständen auf der Hohe Straße, fragten nach, nahmen in die Hand, probierten aus, bis Ware und Münzen schließlich den Besitzer wechselten. In Richtung Lobbericher Straße waren einige Oldtimer platziert, wunderschön anzuschauen. Beispielsweise der Käfer in Cremeweiß oder der Mini in krassgelb (witzig: Mit einem Aufkleber wurde gebeten, hier keine Briefe einzuwerfen). „Bei diesem Programmpunkt haben wir noch Luft nach oben“, gab Eckhard Klausmann von der Grefrather Werbegemeinschaft Intakt zu, die das City-Fest auf die Beine gestellt hatte. Und die Bilanz fiel äußerst positiv aus.

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Die Tische der Eiscafés und der Gaststätte vom Fürsten Blücher waren komplett besetzt, das Angebot der Händler vielfältig und lohnte, einen genaueren Blick zu werfen. Hier Accessoires für die Dame und den Herrn, da die Kopfbedeckung, die vor der Sonne schützt. Das heilpädagogische Zentrum Krefeld-Kreis Viersen hatte Schmuckarbeiten für Heim und Garten gefertigt,  gleich gegenüber lagen blaue Turnmatten und  auf dem Straßenboden. Hier lud die Parcour-Abteilung der Turnerschaft Grefrath jeden ein, sich unter dem Motto „Integration durch Sport“ sportlich zu betätigen.

„Met ist schon ausverkauft“, berichtete Jürgen Kupke vom Bienenzuchtverein Oedt und Umgebung. An dem Stand wurden zur Demonstration auch Mittelwände aus Bienenwachs gegossen – ähnlich wie bei einem Waffeleisen – die sowohl den Bienen beim Bau ihrer Waben als auch dem Imker helfen.

Einige Meter weiter wurden Kopfkissen angeboten, Halstücher in allen Farben, auf der anderen Straßenseite Obst und Gemüse, gleich daneben gab es Tipps für die Tierheilkunde. Natürlich zog auch die Kirmes vor allem Kinder und Jugendliche in ihren Bann, die Schausteller hatten sich auf dem Deversdonk platziert. Meditativ entspannt klang die Panflöte an der Ecke zur Dunkerhofstraße. Die Fußballer des SSV Grefrath luden am Bergerplatz alle ein, die sich einmal an der Torwand ausprobieren wollten.

Bald war man jedoch abgelenkt vom Dirtbahn-Projekt. Nicht nur hier boten Kinder und Jugendliche in den grünen Shirts Muffins an, um ihre Kasse für die geplante Dirtbahn zu füllen. „Das schaffen wir“, war sich Melissa Frühling, die sich in Grefrath um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen kümmert. Gleich nebenan präsentierte sich das Jugendfreizeit Dingens. Joyce Brinkmann warb noch einmal für die Jam Session, bei der im Jugendfreizeitzentrum ungezwungen und unter Anleitung Musik gemacht werden kann. Infos gibt es bei Joyce Brinkmann, Telefon 0175 1538064, oder Julian Göbel, Telefon 0151 57435202.

Vor die großen Bühne auf dem Marktplatz waren schon am Samstagabend rund 500 Besucher gekommen, um der Gruppe „egeecho“ und später dem „Saturn New Sound“ zuzuhören. Grefrath trifft sich. In dieser Ausprägung hatte es das lange nicht mehr gegeben.

Von ihren Anhängern frenetisch bejubelt wurden Sängerinnen und Tänzerinnen des Jugendtheaters. Zum Finale des Sonntags luden die Irish-Folkrocker „The Goblins of St. Vith“ ein. Mit Dudelsack, Akkordeon und Banjo, Bass, Drums, Gitarre und mehrstimmigen Gesang drückten sie mächtig auf die Tube. Wäre man nicht bei warmen Sonnenschein in Grefrath gewesen, man hätte sich leicht in einer urigen Kneipe im irischen Nieselregen wiederfinden können. Die Goblins erzählten die Geschichte vom verlorenen Sohn in „Wild Rover“, vom Goldraub in „Whiskey in the Jar“ und beschrieben die englische Stadt Salford in „My Dirty Old Town“. Da konnte Grefrath nicht mehr still stehen bleiben. Fazit: Wäre es nicht das City-Fest gewesen, man hätte es auch einen herzlichen Markt nennen können.