Markt der Sterne eröffnet: Großer Andrang am ersten Wochenende

Markt der Sterne eröffnet: Großer Andrang am ersten Wochenende

Der „Markt der Sterne“ lockt trotz ungemütlichen Wetters viele Besucher in die Budenstadt der Kempener Altstadt. Auch viele wohltätige Vereinigungen nutzen den Weihnachtsmarkt, um für ihre Anliegen zu werben.

Es schien so, als habe sich das Wetter am ersten Adventswochenende mit den Händlern von Mützen und Hüten, Schals und wärmenden Tüchern sowie dicken Socken und Handschuhen verbündet. Kalt war es, teilweise uselig nass. Trotzdem war schon am am Samstag gegen Mittag die Stadt gut gefüllt.

Wer nicht gerade die passende Montur für offensichtlich bevorstehende Wintertage suchte, wurde an vielen Ständen fündig. Weihnachtsmarkt ist auch immer der richtige Platz für gut riechende Sachen. Duftkerzen jeder Art und Weise fand man reichlich. Ebenso gesunde oder einfach nur exotisch klingende Tees. Vielfach wurden an Ständen, die gleichzeitig auch Glühwein vom Winzer anboten, Obstbrand, süße Liköre oder auch Fruchtweine zum Probieren gereicht. Da gab es manche Entdeckung zu machen.

Aber auch ansonsten fanden sich zwischen den Ständen mit dem manchmal mehr an Halbfastenmarkt gemahnenden Warenrepertoire einiges, wo es sich lohnte, stehen zu bleiben und mit den Händlern ins Gespräch zu kommen. Gleich zwei Handwerker hatten phantasievollen Holzschmuck für Haus und Garten mitgebracht. Da gab es dann nur roh behandelte Lampenständer aus Fundholz, die mit phantasievollen Glühleuchten geschmückt waren. Oder auch liebevoll gestaltete Anhänger, die nur so nach ihrem passenden Platz am Christbaum riefen. Einen ganzen Baum, gefertigt aus Holzscheiben gab es. Der sei für die Ewigkeit, so der Handwerker.

Stehen blieben auch viele bei der Gourmetmanufaktur Melut. Hier türmten sich hinter Glaswänden ganze Berge süßer Köstlichkeiten. Mit und ohne Schokolade, vielen Nüssen oder Trockenfrüchten. Wer hier einmal ins Gespräch gekommen war, der ging sicherlich mit dem einen oder anderen Beutelchen der kleinen Verführungen weiter.

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Über mangelnde Nachfrage konnten sich auch die Schüler vom Berufskolleg Rhein-Maas nicht beklagen. Im Frühling nächsten Jahres werden die Schüler erneut nach Haiti reisen, um dort an ihrem Projekt zum Aufbau des immer noch an den Folgen des starken Erdbebens vor rund einem Jahrzehnt leidenden Landes weiter zu bauen. Neben einem Stand direkt am Rathaus, wo sie über das Projekt informierten und selbst gebackene Plätzchen anboten, hatten sich zwei von ihnen kurzerhand mit einer kleinen Holzkiste einen Bauchladen gebastelt und boten ihre Kekse beim Gang über den Markt an. Und waren sehr zufrieden mit dem Erfolg. Schließlich zählt jeder Euro. Vom Erlös ihrer Aktion können in Haiti Baumaterialien gekauft werden.

Die Schüler standen in einer ganzen Reihe mit anderen wohltätigen Organisationen. So verkaufte die Jugendgruppe der Tanzgruppe Shadows Marmeladen, Kekse und Apfellikör zur Unterstützung der Gruppe. Daneben hatten Mitarbeiter des Hospitals Keller und Speicher gelehrt und einen Weihnachtströdel zusammen gestellt - natürlich auch für den guten Zweck. Weiter konnte man auf dem Markt die Welt entdecken. Zum Beispiel mit typischen Gerichten aus Kenia oder auch afrikanischem Kunsthandwerk. Wundervolle von Hand geflochtene Körbe bot eine Afrikanerin an. Auch der Lions-Club war mit seiner schon traditionellen Verlosung hier vertreten.

Teilweise war es reichlich eng auf dem Markt, sowohl Besucher als auch Händler schienen zufrieden. So war auch eine Gruppe von fünf Damen aus den benachbarten Niederlanden auf „Meisjestour”, ein offensichtlich fröhliches Unterfangen. Der Werbering hat gemeinsam mit dem Veranstalter Xdreams für alle Wochenenden für ein buntes Programm gesorgt, welches Groß und Klein zum Verweilen auf dem Buttermarkt einlädt. Das komplette Bühnenprogramm mit allen Anfangszeiten findet man auch im Internet unter www.werbering-kempen.de

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