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„Grefrath hilft“ unterstützt ältere Menschen

Initiative : „Grefrath hilft“ unterstützt nach besten Kräften ältere Leute

Viele Senioren seien noch zu unentschlossen, um sich zu melden, heißt es. Der Appell: Man solle nicht zögern, um Unterstützung zu bitten.

Eckhard Klausmann ist begeistert: „Die Hilfsbereitschaft der Grefrather ist wirklich fast grenzenlos“, teilt der Initiator der Gruppe „Grefrath hilft“ mit. Sogar ein Kempener Ehepaar hat um Hilfe gebeten und wird nun mit Lebensmitteln beliefert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht naturgemäß Grefrath. Hier hat „Grefrath hilft“ bereits einige feste Adressen von älteren Menschen, die um Hilfe gebeten hatten.

Es seien, so Klausmann, in der Tat ausnahmslos Ältere, die die Ernsthaftigkeit der Krise erkannt hätten und ganz klar nach außen dokumentierten, dass sie zur Gruppe der gefährdeten Personen gehörten. Hinzu komme, so Klausmann weiter, dass im Hintergrund manchmal die Kinder dieser älteren Menschen mit daran gearbeitet hätten, dass „Grefrath hilft“ sich einbringen kann: „Ich habe zum Beispiel mit einem Herrn gesprochen, der noch für die kommenden drei Monate in Brasilien arbeitet, dessen Eltern aber hier wohnen. Er hat es in die Wege geleitet, dass wir die wöchentlichen Einkäufe für das Ehepaar übernehmen“, berichtet Klausmann „Grefrath hilft“ unterstützt darüber hinaus eine soziale Einrichtung beim Ausfahren des Mittagessens.

Es ist der Gruppe ein großes Anliegen, dass mehr Menschen die Mitglieder ansprechen und um Hilfe bitten. Wenn die Helfer jedoch gezielt Menschen ansprechen, bekommen sie immer wieder zu hören: „Och, wir haben schon so viel erlebt, da werden wir das auch überleben, und wenn nicht, dann ist es auch egal.“ Für Klausmann und seine Mitstreiter ist das keineswegs egal: „Denn vielleicht denken die älteren Menschen auch mal daran, dass auch sie Kinder und Verwandte haben, die sie nicht verlieren möchten.“ Und natürlich auch daran, dass sie ja auch als Infektionsherde fungieren könnten: „Natürlich unbeabsichtigt, aber auch sie können andere anstecken.“

Beim Ziel, zu vermeiden, das Haus verlassen zu müssen, können sie auf die Hilfe der Gruppe setzen. Klausmann tut sich schwer mit der Formulierung, aber es sei leider so, dass viele ältere Menschen noch ziemlich uneinsichtig seien. „Unsere helfenden Hände sind gesunde, ehrliche, saubere, höfliche und verschwiegene Menschen, die einfach nur unterstützen wollen“, betont Klausmann. Es sei in der Regel immer ein und dieselbe Person, die sich um einen Hilfsbedürftigen kümmere, nicht ständig wechselnde Ansprechpartner. Und nur diese eine Person bekomme die Daten der Hilfsbedürftigen. Sollte es zu einem Ausgehverbot kommen, werde Hilfe noch dringender und wichtiger. Klausmann: „Dann brauchen die Menschen uns noch dringender.“

Neu ist das Angebot für alle, die keinen persönlichen Kontakt wünschen. Es gibt Helfer, die über Telefon mit den älteren Menschen Kontakt aufnehmen möchten, damit es eine persönliche Ansprache gibt. Sie sprechen einfach mit ihnen – und das bringt in den meisten Fällen eine ganze Menge, oft für beide Seiten.

Ansprechpartner der Hilfsaktion in der Gemeinde Grefrath sind Eckhard Klausmann, Telefon: 0171 8004074, und Sarah Pasch, Telefon: 0151 28801408.