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Grefrath: GOVM tritt erstmals öffentlich auf

Grefrath : Großes Interesse an den genauen Plänen der Gemeinschaft GOMV

Die Wählergemeinschaft GOVM (Grefrath, Oedt, Vinkrath, Mülhausen) kennenlernen: Das wollten rund 80 Grefrather, die sich jetzt im dicht besetzten Foyer der Albert-Mooren-Halle über die neue Wählergemeinschaft informierten.

Es war der erste Auftritt, in dem die neue Gemeinschaft detailliert Einblicke in ihre Pläne gewährte.

GOVM wiederum wollte von den Anwesenden wissen, welche konkreten Probleme ihnen unter den Nägeln brennen. Die nahmen kein Blatt vor den Mund: Gemeinde-Haushalt, das Auseinanderdriften der Gesellschaft, die Bewerbung Grefraths für die Landesgartenschau und der Klimaschutz waren ebenso Themen, die auf den Tisch kamen, wie Wünsche nach Tempo-30-Zonen in Vinkrath und Oedt oder für einen besseren Taktverkehr bei den Linienbussen.

Heftig kritisiert wurde von einigen Besuchern die frühzeitige Festlegung der Wählergemeinschaft auf den unabhängigen Bürgermeister-Kandidaten Jens Ernesti. Das gab GOVM und auch dem anwesenden Ernesti Gelegenheit klarzustellen, dass die Wählergemeinschaft den derzeitigen Wirtschaftsförderer der Gemeinde nicht als Kandidaten aufgestellt hat, und er auch kein GOVM-Mitglied ist. Im Vergleich mit den anderen, die ihren Hut für das Amt des Bürgermeisters in den Ring geworfen haben, hält die Wählergemeinschaft den unabhängigen Verwaltungsangestellten für den besten Kandidaten. Der GOVM-Vorsitzende Eckard Klausmann begründete das mit dem, was der in der Verwaltung mit „vielen Aufgaben überladene“ Wirtschaftsförderer in nur zwei Jahren für die Gemeinde geleistet habe.

Für GOVM war die Diskussion in der Albert-Mooren-Halle der Auftakt für regelmäßige Bürgergespräche: Künftig laden GOVM-Mitglieder jeden Monat zu Treffen in Gaststätten aller Grefrather Ortsteile. Beim ersten will die Wählergemeinschaft mit denen in Kontakt kommen, die in der Albert-Mooren-Halle nur spärlich vertreten waren: den Jugendlichen. Das Treffen findet am 7. Februar im Jugendzentrum Dingens statt.

Unterdessen wendet sich Hugo Bellgardt schriftlich gegen die Behauptung der Wählergemeinschaft, bei den Plänen zur Oedter Ortskernsanierung seien die Vorstellungen der Jugendlichen nicht berücksichtigt worden. Im Werkstattverfahren hätten sie Gelegenheit, sich in die Planungen einzubringen. „Da haben wir uns überhaupt nichts vorzuwerfen.“

(hd)