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Grefrath: FDP-Politiker sprechen mit Landwirten

Grefrath : Gespräche über Tierwohl und Düngeverordnung

Auf Einladung von Grefrather Landwirten nutzten FDP-Politiker aus dem Kreis Viersen die Gelegenheit, sich über drängende Themen in landwirtschaftlichen Betrieben zu informieren. Auf dem Milchviehhof von Landwirt Wilhelm Siepen gab es eine dreistündige Hofführung mit anschließendem Meinungsaustausch.

Stephanie und Birgit Jahrke sowie Michael Pfeiffer (alle FDP Grefrath) wurden begleitet von Jörg Boves (FDP Kempen) und Thomas Genfeld (FDP Schwalmtal), beide sind selbst Landwirte.

Beeindruckend war für die Besucher, wie weit die Automatisierung in einem solchen Betrieb mittlerweile Einzug gehalten hat. Die 200 Kühe und fünf Bullen leben hier friedlich miteinander in einem großen, offenen Stall, mit Stroh, einer Art Self-Service-Melkanlage, die die Kühe selbstständig etwa dreimal am Tag für etwa drei bis fünf Minuten aufsuchen. 23 Stunden am Tag steht der Melkroboter bereit für die Kühe, eine Stunde wird für die Komplettreinigung der Anlage benötigt.

Wilhelm Siepen und die anderen anwesenden Landwirte Gregor Optendrenk, Martin Funken und Stefan Kochs wünschten sich mehr Dialog mit den Menschen aus der Umgebung. Tierschutz und Tierwohl werden bei den Bauern sehr ernst genommen. Viele Gesetze und Verordnungen der vergangenen Jahre hätten es den Landwirten, wie auch anderen Selbstständigen, immer schwerer gemacht, verlässlich zu planen. Überbordende Bürokratie, Bestimmungen, die an den realen Bedingungen vorbeigingen, all dies erschwere die Arbeit der Landwirte, die bei allem technischen Fortschritt immer noch sehr zeitintensiv ist.

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Unverständnis herrscht bei den Landwirten im Kreis Viersen zum Beispiel über die neue Düngeverordnung, vor allem aber über den Umgang in der Öffentlichkeit mit diesem Thema. Generell fühlen sich die Landwirte oft ungerecht behandelt. Mehr Verständnis für die Belange der Landwirte wäre hier angebracht.