Grefrath: Achtklässler der Schule an der Dorenburg simulierten Babybetreuung

Grefrath : Sekundarschule: „Babys“ wurden wohl behütet

Drei Tage und Nächte mussten Achtklässler ihren Babysimulator betreuen – rund um die Uhr.

14 Achtklässler der Schule an der Dorenburg sahen jetzt besonders müde aus. Sie haben aber nicht bis tief in die Nacht mit ihren Freunden gechillt oder vor dem PC gesessen – sie haben auf ihr „Baby“ aufgepasst. Die Mädchen und Jungen beteiligten sich am Projekt „Elternbedenkzeit“ des Sozialdienstes Katholischer Frauen Viersen.

Die Schüler mussten ihr Kleines drei Tage und Nächste versorgen. Das „Baby“ ist ein Simulator, eine Puppe mit dem Gewicht und den Maßen eines Neugeborenen. Die Puppen stecken voller Technik und verhalten sich fast wie richtige Babys. Sie schreien, wenn sie Hunger haben und wenn die Windel voll ist und müssen nach einer Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Für die Jugendlichen bedeutet das: Schreit das Baby, müssen sie sich darum kümmern, und das 24 Stunden am Tag.

Das Projekt möchte den Jugendlichen zeigen, was es bedeutet, Verantwortung für ein Baby zu übernehmen und warum das Wissen um eine richtige Verhütung so wichtig ist. Nebenbei erhielten die Achtklässler Unterricht zu den Themen Partnerschaft sowie Drogen und Alkohol in der Schwangerschaft.

Die Schüler waren alle begeistert von dem Projekt, aber auch froh, als sie ihre „Babys“ wieder abgeben konnten. Für alle steht nach den Babytagen fest: Ein Kind bekommen oder aufziehen will vorerst keiner der Jugendlichen.

(hd)
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