Stadt Kempen: GMA nimmt Einzelhandel unter die Lupe

Stadt Kempen: GMA nimmt Einzelhandel unter die Lupe

Die Politik hat die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mit einem Gutachten beauftragt.

Es gibt bekanntlich nichts, was sich nicht noch verbessern ließe. Wie bereits berichtet, soll das Einzelhandelskonzept der Stadt Kempen auf den Prüfstand. Die Stadt war in der Region einst Vorreiter, als sie 1994 ein Gutachten zur Situation des Einzelhandels in der Thomasstadt in Auftrag gegeben hatte. Damals verlagerten einige Einzelhandelsunternehmen ihre Standorte aus der Innenstadt in Bereiche des Stadtgebietes, wo zum einem ausreichend Platz für eine vergrößerte Verkaufsfläche und zum anderem auch eine bessere Erreichbarkeit mit dem Auto gegeben war. Damals war das Ziel des Einzelhandelskonzeptes, die lebendige Innenstadt zu erhalten Mit dem ersten Einzelhandelskonzept wurde der Einkaufsstandort Altstadt gesichert. 2004 wurde dieses Konzept aktualisiert. Nun soll es erneut auf den Prüfstand.

Im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz stellte jetzt Diplom-Kaufmann Dirk Riedel von der GMA (Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) aus Köln erste Ansätze eines solchen neuen Einzelhandelskonzeptes vor. Die GMA hatte bereits der Regionale Einzelhandelskonzept auf Ebene des Kreises Viersen erarbeitet. Diese wurde im vergangenen Jahr fortgeschrieben und vom zuständigen Arbeitskreis, dem auch die Stadt Kempen angehört, einstimmig beschlossen.

Das neue von der Kempener Politik in Auftrag gegebene Konzept soll zum einen das geänderte Kaufverhalten der Kunden - verstärkte Nutzung des Online-Handels - als auch die sich verändernde Stadtentwicklung mit dem geplanten neuen Wohnviertel im Kempener Westen in den Blick nehmen. Neben der Kempener Altstadt soll auch die Einzelhandelsstruktur in St. Hubert neu bewertet werden.

Die GMA plant zunächst eine Analyse der aktuellen Situation des Handels in der Thomasstadt, dann sollen Leitlinien für eine künftige Entwicklung sowie ein Sortimentskonzept erarbeitet werden. Ein Arbeitskreis - besetzt mit Vertretern von Stadtverwaltung, Politik, Werberingen Kempen und St. Hubert, IHK und Einzelhandelsverband - wird das Projekt begleiten. Im Herbst soll das neue Einzelhandelskonzept vorliegen und dann vom Stadtrat beschlossen werden.

(RP)