Kempen: Genügend Kindergartenplätze

Kempen: Genügend Kindergartenplätze

Zufriedenheit im Jugendhilfeausschuss: Die Stadt Kempen genügt den Anforderungen des neuen Gesetzes. In der offenen Jugendarbeit will man neue Ziele erarbeiten. Aber das braucht Zeit.

stadt KEMPEN Mit gleich vier umfangreichen Vorlagen der Verwaltung hatte der Kempener Jugendhilfeausschuss am Donnerstagabend ein gewaltiges Pensum zu bewältigen. Einstimmig passierte die Entwicklungsplanung zur Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege den Ausschuss. Bürgermeister Volker Rübo freute sich, dass die Stadt Kempen den Anforderungen des Kinderbildungsgesetzes (KIBIZ) mehr als genüge tut. 16 Erzieherinnen wurden deshalb neu eingestellt, rund zwei Stellen kommen im kommenden Kindergartenjahr noch hinzu.

Hohe Betriebskosten

Allerdings sind die Betriebskosten der Tagesstätten auch ein erheblicher Posten im städtischen Haushalt. Trotz 30 Prozent Zuschuss vom Land und den Einnahmen aus Elternbeiträgen bleiben für die Stadt immer noch 3,2 Millionen Euro. Heike Badberg vom Jugendamt zeigte die voraussichtliche Entwicklung im kommenden Jahr auf. Mit 930 Plätzen für über Dreijährige und 169 für kleinere Kinder "kommen wir mit dem derzeitigen Angebot klar". Auf Nachfrage von Georg Kaiser (Johannes-Hubertus-Förderschule) sagte Jugendamtsleiter Klaus Balsam, dass mit 20 Plätzen für behinderte Kinder auch hier der Bedarf gedeckt ist.

Es gibt in Kempen bereits drei zertifizierte Familienzentren, weitere in Kempen-Süd, Unterweiden und Tönisberg folgen. Umfangreich ist das Förderangebot für Kinder und die Familien in den Einrichtungen. Weiterhin berichtete die Verwaltung über die offene Jugendarbeit in Kempen. In den drei Freizeitheimen sowie der Jugendberatungsstelle gibt es ein großes Angebot für Kinder und Jugendliche. Etwa die Hälfte der Arbeitszeit der Mitarbeiter fließt in die offene Jugendarbeit, so Balsam. Gleichwohl sei die offene Jugendarbeit der nächste Bereich, wo das Jugendamt neue Ziele erarbeiten muss. Doch das "braucht Zeit", dämpfte Balsam im gleichen Atemzug Hoffnungen auf schnelle Änderungen.

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Umfangreich haben sich Patricia Schürmann vom Grünflächenamt und Stadtjugendpfleger Marco Schneider mit der Spielplatzplanung in Kempen auseinandergesetzt. Erfreulicherweise gibt es viele Spielplätze, nur entsprechen halt nicht mehr alle den heutigen Anforderungen. Sei es dass Spielgeräte veraltet sind oder einfach die Kinder in der Umgebung älter geworden und dadurch andere Ansprüche haben.

Neue Grillhütte

Philipp Wachowiak (Freie Wähler) freute sich unterdessen, dass die Kempener Verwaltung die Anregung seiner Partei aufgenommen hat, einen Grillplatz oder eine Hütte für Jugendliche zu errichten. Unter Umständen gebe es dafür sogar einen Sponsor, sagte er zu. Am Bau und der Gestaltung sollen die Jugendlichen sich aktiv beteiligen können.

(RP)