Gemeinde Grefrath: Gemeindereferentin verlässt Grefrath

Gemeinde Grefrath : Gemeindereferentin verlässt Grefrath

Nach sieben Jahren Frauenseelsorge für die Region Kempen-Viersen und sechs Jahren als Gemeindereferentin für Grefrath verabschiedet sich Christiane Parlings. Sie geht in die Krankenhausseelsorge nach Krefeld.

Leicht fällt es Christiane Parlings nicht, aber der Entschluss steht fest. Am 1. August verlässt sie die Gemeinde Grefrath und wendet sich Krefeld zu. Statt wie bisher als Gemeindereferentin in Grefrath und als Frauenseelsorgerin für die Region Kempen-Viersen zuständig zu sein, liegen ihre Aufgaben dann komplett in Krefeld. Neben der dortigen Frauenseelsorge, die sie seit einigen Monaten mit einer 25-prozentigen Stelle inne hat, wird es die Krankenhausseelsorge an den Helios-Kliniken sein, die die restlichen 75 Prozent der Arbeitsstelle ausmachen werden.

"Ich bin schon vor anderthalb Jahren von der Personalabteilung des Bistums Aachen gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, die Krankenhausseelsorge zu übernehmen", erinnert sich Christiane Parlings. Nun war der Bedarf da und sie nimmt die neue Aufgabe an. Für die 50-jährige gebürtige Krefelderin ist es quasi noch einmal ein Neuanfang. Nach 15 Jahren kreativ, gestalterisch und Impulse setzend in den Gemeinden tätig zu sein, ist es nun in erster Linie ihre Aufgabe, für Menschen als Begleiterin in Grenzsituationen da zu sein. "Wenngleich mir als Ausgleich dazu die Frauenseelsorge in Krefeld bleibt und ich auch hoffe, mit meiner Nachfolgerin für die Region Kempen-Viersen kooperativ zusammenarbeiten zu können", sagt Christiane Parlings.

Derzeit herrscht bei der dynamischen Frau schon ein bisschen Aufbruchstimmung, was sich darin ausdrückt, dass sie schon alles für die Nachfolgerin vorbereitet. "Mit fällt es schwer. Irgendwie gebe ich mein Kind ab. Ich habe die Frauenseelsorge Kempen-Viersen aufgebaut und ihr in den sieben Jahren ein Gesicht geben", bemerkt Parlings ein bisschen wehmütig. Angefangen hat die staatlich geprüfte Landwirtin — sie absolvierte mit 33 Jahren ein Fernstudium der Theologe — als Gemeindereferentin in St. Joseph in Kempen-Kamperlings. Wobei diese Zeit auch gleichzeitig ihre zweijährige Assistenzzeit beinhaltete. Nach zweieinhalb Jahren wechselte die Krefelderin in die St. Huberter Pfarre, wo sie sieben Jahre blieb. Hier begann auch ihre Arbeit als Frauenseelsorgerin. Vor sechs Jahren erfolgte dann der Wechsel als Gemeindereferentin nach Grefrath. "Die Arbeit in der Gemeinde habe ich sehr gern gemacht. Die vielen Begegnungen mit Menschen, die Lebendigkeit, die Vielfältigkeit der Arbeit. Es war eine schöne Zeit", resümiert die Parlings. Trotzdem freut sie sich auf ihre neue Aufgabe, die ihr nicht ganz fremd ist. War Parlings doch selber vier Jahre in der Notfallseelsorge tätig. Zudem erfolgte bereits die klinische Seelsorgerausbildung. Im Juni startet dazu noch die Trauerbegleitungsausbildung bei den Maltesern. "Ich denke, ich werde neue Seiten an mir entdecken", blickt Parlings in die Zukunft.

(tref)
Mehr von RP ONLINE