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Gemeinderat Grefrath lehnt Mietwohnungen an der Schaphauser Straße ab

Grefrath : Gemeinderat lehnt Mietwohnungen an der Schaphauser Straße ab

Die Grefrather CDU bleibt in der jüngsten Ratssitzung bei ihrem Nein zum Bau auf der ehemaligen Erweiterungsfläche für den Friedhof.

Das Thema Geschoss- oder Mietwohnungsbau im geplanten Neubaugebiet an der Schaphauser Straße in Grefrath ist nun endgültig abgelehnt worden. Nach dem Planungsausschuss gab es dafür auch in der jüngsten Ratssitzung keine Mehrheit. SPD, Grüne und FDP hatten vor der Abstimmung noch einmal engagiert dafür geworben. Man müsse dringend bezahlbare Mietwohnungen ermöglichen. Denn es gebe einen Mangel in Grefrath, waren sich die drei Fraktionen einig.

Bettina Wimmers (Grüne) forderte von der Gemeindeverwaltung noch einmal konkrete Zahlen zum Wohnungsbedarf. Es sei schon bekannt, dass für ältere Menschen mit geringerem Einkommen 17 Wohneinheiten benötigt würden. Erst wenn man alle Zahlen kenne, könne man sinnvoll planen.

Die CDU lehnte Mehrfamilienhäuser auf dem Areal der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche ab. „Wir halten es städtebaulich dort für nicht sinnvoll“, so CDU-Fraktionsvorsitzende Wilma Hübecker. Das passe dort nicht hin. An anderen Stellen würde man sich durchaus für Mietwohnungen stark machen. Zudem führte Hübecker die große Nachfrage nach Bauflächen für Ein- und Zweifamilienhäuser an. 70 Anfragen für Grundstücke habe man.

Die CDU hat für Mietwohnungsbau eher andere Flächen in der Gemeinde im Blick. Bereits im vergangenen Jahr war Geschosswohnungsbau auf dem Areal an der Ecke Hinsbecker Straße/Im Mayfeld im Gespräch gewesen. Damals hatte die Politik die Pläne der Pfarrgemeinde, der die Fläche gehört, abgelehnt. Die CDU hatte aber angeregt, noch einmal Gespräche dazu zu führen. Die Pfarre hatte angeboten, im Bereich zur Hinsbecker Straße einen Erweiterungsbau des Median-Therapiezentrums Haus Grefrath und seniorengerechte Wohnungen zu bauen und die verbleibende Fläche für Einfamilienhäuser zu verkaufen. Die Gemeinde wollte die Fläche für die Einfamilienhausbebauung lieber selbst kaufen und vermarkten. Die Kirchengemeinde betonte damals, dass sie den Verkauf der Einfamilienhausflächen brauche, um das Gesamtkonzept finanzieren zu können. Nun könnte mit Blick auf die Nachfrage wieder Bewegung in die Gespräche kommen.

Zurück zur Schaphauser Straße: Ein einstimmiges Ja kam von der Politik, dass im Bebauungsplan eine geeignete Fläche für eine Kindertagesstätte festgesetzt wird.